Voice Search immer wichtiger

In Zeiten von Voice Search ist es noch wichtiger, zu den Top-Suchergebnissen bei Google zu gehören. Das belegt eine neue Analyse: Etwa 80 Prozent der Antworten, die via Sprachsuche ausgespielt werden, kommen aus den ersten drei Ergebnissen.

23.07.2019

© panuwat/Stock Adobe

Rankingfaktoren, die für die Sprachsuche entscheidend sind, sollten bei der Marketingstrategie künftig stärker berücksichtigt werden.

Über 20 Prozent der deutschen Verbraucher nutzen laut der Studie Voice Search Readiness Report von Uberall mindestens einmal pro Woche Sprachassistenten. Die Online-Visibility-Management-Plattform SEMrush hat rund 50.000 Fragen analysiert, die Assistenten gestellt wurden, und daraus Rankingfaktoren für die Sprachsuche abgeleitet.
 
1. Etwa 80 Prozent der Antworten sind aus den Top-3-Ergebnissen
Circa 80 Prozent der Antworten via Sprachsuche kommen aus den ersten drei Treffern. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen Android sowie Google Home und Google Mini. Bei Android sind 72 Prozent der Antworten aus den Top 3 und 93 Prozent von der ersten Ergebnisseite, für Google Home und Mini sind 80 Prozent aus den Top 4 und 98 Prozent von der ersten Seite.

2. Featured Snippets werden am häufigsten in den Antworten bei Sprachsuchen berücksichtigt
Featured Snippets sind von Google direkt und automatisiert erstellte Textauszüge einer verlinkten Seite. Diese werden in 60 Prozent der Antworten von Google Home und Mini verwendet. Für Android liegt die Anzahl mit 41 Prozent wesentlich niedriger.

3. Backlink-Anker, die der Suchanfrage entsprechen, werden häufig in den Antworten genutzt
Backlink-Anker sind Texte, die in einem Hypertext-Link hervorgehoben erscheinen und auf eine externe Website verweisen. Die Backlink-Anker, die den gesuchten Begriffen entsprechen, werden in der Hälfte der Antworten für Google Home und Mini gefunden. In einem Drittel der Antworten wurden Keywords im Titel des Ergebnisses gefunden.

4. Die Textlänge der Antworten liegt durchschnittlich bei 41 Wörtern
Bei der Textlänge der Antworten unterscheiden sich die Geräte nur minimal. Google Home hat eine durchschnittliche Anzahl von 41,4 von Wörtern, bei dem Mini sind es 42. Android hat mit 43 Wörtern die im Durchschnitt längsten Antworten. Das lässt sich allerdings ganz einfach erklären: Die Smart Speaker von Google haben keinen Bildschirm, weshalb die Wortanzahl hier geringer ist als bei den Android-Smartphones, bei denen die Ergebnisse auch auf den Displays zu lesen sind.

5. Geschwindigkeit und Verlinkungen der Seite spielen eine wesentliche Rolle
Der Pagespeed ist für alle Geräte enorm wichtig. Für die meisten Fragen lädt die von Google gewählte Antwort schneller als die durchschnittlichen Antworten in den Suchergebnissen. Auch die internen und externen Verlinkungen berücksichtigt Google bei der Auswahl der Antwort. Hier gilt: Je mehr und je besser die Links, desto höher die Wahrscheinlichkeit, dass Google das Ergebnis auswählt.
 
„Es ist vollkommen klar, dass die drei Hauptfaktoren für die Auswahl einer Antwort aus den Suchergebnissen bei einer Sprachsuche die Seitengeschwindigkeit, das Ranking unter den ersten Ergebnissen und insbesondere die Besetzung einer Featured Snippet Position sind. Marketer sollten deshalb auf diese Faktoren achten und ihre Websites optimieren, denn angesichts der zunehmenden Anzahl von Suchanfragen ist es wichtig, eine Marketingstrategie für Voice Search zu haben und so in naher Zukunft im Wettbewerb nicht unterzugehen“, appelliert Evgeni Sereda, Marketing-Verantwortlicher bei SEMrush. „Aber wichtig ist auch hier, zwischen B2B und B2C zu unterscheiden. Denn im B2B wird noch immer viel am Desktop gesucht und bestellt – nicht per Voice.“ Weitere Erkenntnisse aus der Analyse finden Sie hier.
 

Schlagworte: Einzelhandel, Omnichannel, Digitalisierung, Voice Commerce, Sprachassistent, Studie, Onlinehandel, Onlinemarketing

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