Vernetzte Beschaffung

Welche Trends werden für den Beschaffungsmarkt wichtig? In einer Studie hat Cloud-Dienstleister Onventis. Unternehmen zur Relevanz digitaler Netzwerke im Einkauf befragt. Ergebnis: Eine Mehrheit erhofft sich davon neue Marktchancen und will verstärkt in Vernetzungsplattformen investieren.

14.08.2018

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,,Der mehrstufige Handel wird in naher Zukunft immer mehr an Bedeutung verlieren”, prognostiziert Professor Willi Muschinski, Leiter der Studie und Dozent für Beschaffungsmanagement an der Hochschule Niederrhein. Die Automatisierung von Beschaffungsprozessen sowie die durchgängige Vernetzung von Einkäufern und Lieferanten seien insbesondere für mittelständische Unternehmen wettbewerbsentscheidend.

So befragten Studierende der Hochschule Niederrhein insgesamt 438 Einkaufsverantwortliche. Mit 33 Prozent bilden Einkaufsleiter davon die größte Gruppe. Fast die Hälfte aller Befragten arbeitet in großen mittelständischen Unternehmen. Insgesamt wird digitalen Beschaffungsnetzwerken eine große Bedeutung innerhalb der Digitalisierungsstrategie der Unternehmen beigemessen: 83 Prozent aller Umfrageteilnehmer halten Beschaffungsnetzwerke für wichtig und wollen im laufenden Jahr verstärkt in Vernetzungsplattformen investieren.

Der Trend geht zum agilen Netzwerken und zur kollaborativen Zusammenarbeit, so die Studienautoren. ,,Ohne eine elektronische Vernetzung dauern Abstimmungsprozesse erheblich länger und sind somit prozesskostenintensiver”, erklärt Onventis-Geschäftsführer Frank Schmidt. ,,Die Leistung von Beschaffungsplattformen besteht somit primär darin, die Koordinationsprozesse merklich zu vereinfachen, damit die Kooperationspartner durch ein abgestimmtes Verhalten eine bessere Marktleistung erreichen können.”

Laut Umfrage nutzen Unternehmen teilweise bereits digitale Prozesse zur Einkaufsoptimierung, doch es besteht noch ein extrem großer Nachholbedarf in der Durchdringung und Automatisierung. So haben sich kollaborative Prozesse zwischen Beschaffungsabteilungen der Unternehmen und deren Lieferanten zwar schon etabliert, doch fehlt oft noch eine durchgängige digitale Unterstützung.

Schlagworte: Studie, Vernetzung, B2B, Beschaffung, Einkauf

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