Geschäftssoftware

ERP aus der Cloud

Der immer schnellere und bequemere Datenzugriff in Echtzeit gehört zu den wichtigsten Softwaretrends des Jahres 2020, so ERP-Anbieter Godesys. ERP aus der Cloud werde in diesem Zusammenhang aktuell von vielen Unternehmen nachgefragt.

10.12.2019

© immimagery/Stock Adobe

Der schnelle technische Fortschritt erfordert künftig ERP-Lösungen, die agil, skalierbar und individuell erweiterbar sind.

Diese Entwicklung werde sich künftig weiter verstärken, so Godesys in seiner neuen Trendschau. Hinzukommen leicht erweiterbare und mobile Lösungen, so dass Mitarbeiter problemlos und schnell mit ihrem Smartphone oder Tablet beispielsweise auf Listen, Service-Historie oder Aufträge zugreifen können.

Zukunftsorientierte Software-Anbieter sollten bei ihren Lösungserweiterungen und neuen Funktionen stets den Bedarf der Kunden und ihrer Zielgruppen im Blick haben. Das gilt sowohl bei Trendthemen wie Cloud und Mobility als auch bei anderen Aspekten wie Flexibilität und Anpassbarkeit. Es wird künftig vermehrt auf agile, skalierbare und individuell erweiterbare ERP-Lösungen ankommen, um bestmöglich für aktuelle und künftige Herausforderungen gewappnet zu sein, so die Autoren. Firmen- und kundenspezifische Personalisierung spiele eine zentrale Rolle in der Entwicklungsarbeit.

Vor allem Anwender im Außendienst sind 2020 und darüber hinaus auf einen schnellen und effizienten Datenzugriff sowie nahtlose Arbeitsabläufe angewiesen. Mobile Order Apps erlauben es, Aufträge direkt beim Kunden vor Ort zu erfassen und digital an die Zentrale zu senden. Bestellte Produkte lassen sich mithilfe dieser Anwendung per Barcode-Scan oder manuell aufnehmen. Gleichzeitig haben Nutzer alle Preisinformationen und -konditionen immer in Echtzeit zur Hand, da vereinbarte Konditionen in der App direkt angezeigt werden. Arbeitserleichterung und -ergonomie stehen hierbei im Fokus.

Nachholbedarf bei KI und Deep Learning
Ein weiteres Thema, das derzeit vielfach diskutiert wird, ist Künstliche Intelligenz (KI). Allerdings gibt es noch viele Unsicherheiten darüber, was KI genau beinhaltet. Godesys rät, den KI-Hype durchaus kritisch zu hinterfragen. Zwar würden vielerorts Standardlösungen eingesetzt, die für Marketingzwecke einen KI-Anstrich erhielten. Das habe mit der eigentlichen Technologie, dem Deep Learning, das sich beispielsweise in Sprach-, Verhaltens- oder Gesichtserkennung findet, jedoch nichts zu tun. Unternehmen mangelt es derzeit noch an leistungsstarken Datenverarbeitungsmöglichkeiten, um derartige Verhaltensmuster effektiv analysieren zu können. Damit Deep Learning sein ganzes Potenzial entfalten kann, gibt es demnach noch einiges zu tun. 

Es sind neue Ansätze für den Umgang, die Analyse und Verknüpfung von Daten notwendig, ehe KI sinnvoll und realisierbar ist, so die Autoren. Das ERP kann hierbei eine wichtige Rolle einnehmen. Einige konkrete Beispiele, wie sich ein ERP künftig intelligent erweitern ließe, sind Routenplanung oder Sprachintelligenz. Jedoch müssen hierfür noch einige Voraussetzungen geschaffen werden: Da Unternehmen ihre Kunden- oder Produktdaten beispielsweise noch nicht ausreichend strukturiert und kontrolliert zur Verfügung stellen würden, könne Deep Learning, beziehungsweise KI, sein Potenzial nicht entfalten. 

„Innovative und zukunftsorientierte ERP-Systeme verbinden 2020 und darüber hinaus Design, Funktionalität und Nutzen. Zudem unterstützt eine moderne User Experience (UX) das harmonische Zusammenspiel von Anwender und IT im Sinne des Unternehmenserfolgs", so Godelef Kühl, Gründer und Vorstandsvorsitzender der Godesys AG. Eine fortschrittliche Software passe sich dem Nutzer an und nehme so Arbeit ab – indem sie nicht nur funktioniert, sondern gezielt unterstützt. Software, die mit- und vorausdenkt, zeichne sich immer mehr als ein Trend ab, der sich auch im ERP widerspiegeln müsse. 

Schlagworte: Einzelhandel, ERP-Lösungen, ERP

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