Gute Bewerber schwierig zu finden

Der HDE fordert eine gesellschaftliche Aufwertung der Ausbildungsberufe.

09.03.2016

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Interessante Ausbildung, vielfältige Möglichkeiten: Dennoch wird die Suche nach geeigneten Bewerbern für die Handelsbranche immer schwieriger. Ein Hochschulstudium erscheint vielen jungen Leuten häufig attraktiver.

Das berufliche Spektrum des Handels bleibt attraktiv: Die beiden Handelsberufe Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel sowie Verkäufer/-in belegten wie schon in den vergangenen Jahren auch 2015 bei der Zahl der Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen Spitzenplätze. So stellte der Einzelhandel in Deutschland im vergangenen Jahr über 26 000 Auszubildende zum Kaufmann oder zur Kauffrau ein, bei den Verkäufern und Verkäuferinnen waren es mehr als 24 000 Arbeitskräfte. Mit diesen Zahlen liegen die beiden Ausbildungsberufe auf den Plätzen zwei und drei der gefragtesten Ausbildungsgänge. „Wie schon in den Jahren zuvor, zeigt der Einzelhandel, dass er seine Verantwortung für die Ausbildung der jungen Generation ernst nimmt“, betont HDE-Geschäftsführer Wilfried Malcher.

Die hohe Zahl der Ausbildungsverträge kann jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Suche nach geeigneten Bewerbern für die Branche immer schwieriger wird. So wurden im Vergleich zu 2014 insgesamt 1,7 Prozent weniger Verträge in den beiden Kernberufen des Handels abgeschlossen. „Die Unternehmen haben oft Probleme, motivierte und geeignete Bewerber zu finden. Schulen und Politik dürfen sich nicht nur auf die Studienquote und die Akademisierung konzentrieren“, fordert Malcher. Ausbildungsberufe müssten gesamtgesellschaftlich wieder einen höheren Stellenwert bekommen. Darüber hinaus müsse die Berufsorientierung gerade in Gymnasien neben akademischen Berufen auch die gleichwertigen Chancen durch Berufsausbildung heraus stellen.

Schlagworte: Ausbildung, HDE kompakt, Einzelhandel, Kompakt, Bewerber, Ausbildungsberufe

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