Bing besser nicht vernachlässigen

Fast die Hälfte der auf Bing gelisteten Geschäftsstandorte enthält kritische Fehler, so eine neue Studie. Auch wenn Microsofts Suchmaschine Bing nicht die größte Suchmaschine anhand des Suchvolumens ist, sind ihre Ergebnisse dennoch ausschlaggebend für die Suche mit Windows.

30.04.2019

© Daisy Daisy / Stock Adobe

Für die Sprachsuche ist Bing wichtiger, als mancher Unternehmer denkt.

So wird Cortana, der virtuelle Sprachassistent von Microsoft, von Bing gespeist. Aber auch andere Anbieter nutzen die Ergebnisse von Bing, allen voran der Home Assistant Alexa von Amazon. Dennoch: Von den drei wichtigsten Online-Verzeichnissen für die Sprachsuche – Google, Yelp und Bing – weist Bing die meisten Unstimmigkeiten auf. Hier kamen 35.095 Fehler auf insgesamt 73.000 analysierte Geschäftsstandorte, so der Voice Search Readiness Report 2019 von Uberall, eines Anbieters von Location-Marketing-Lösungen.

Das Ergebnis legt nahe, dass viele Unternehmen den Einfluss von Bing auf Sprachsuchen-Rankings stark unterschätzen. „48 Prozent aller Angaben bei Bing enthalten fehlende oder fehlerhafte Geschäftsinformationen“, sagt Norman Rohr, Senior Vice President Marketing bei Uberall. „Das ist nicht nur ein großes Versäumnis, weil Bing eines der drei einflussreichsten Verzeichnisse für Sprachsuch-Rankings ist – es spielt auch eine Schlüsselrolle für die Suche im Allgemeinen. Unternehmen sollten Bing daher ernster nehmen und ihre Angaben dort korrekt und einheitlich halten, um ihren eigenen Online-Auftritt zu optimieren.“

Firmennamen falsch geschrieben
Uberall hat insgesamt 73.000 Geschäftsstandorte auf 37 Plattformen mit 2,1 Millionen möglichen Auflistungen für Geschäftsinformationen analysiert – einschließlich Öffnungszeiten, Standortnamen und Adressen. Einer der häufigsten Fehler trete beim Standortnamen auf; fast ein Viertel aller Einträge sei fehlerhaft oder nicht vorhanden gewesen.

„Die meisten Unternehmen wären entsetzt, wenn sie eine Printanzeige schalten und feststellen müssten, dass ihr Firmenname oder ihre Adresse falsch angegeben wurde“, sagt Rohr. „Potenzielle Kunden, die per Sprachsuche nach einem Geschäft oder einem Dienstleister suchen, haben mit großer Wahrscheinlichkeit bereits entschieden, in die Filiale zu gehen und etwas zu kaufen. Finden sie fehlerhafte Informationen wie einen falschen Namen, leidet die Customer Experience und der Umsatz geht möglicherweise verloren.“

Von den analysierten Geschäftsstandorten wiesen nur 3,82 Prozent keine kritischen Fehler auf. Von den Unternehmen mit durchweg korrekten Angaben auf Google, Yelp und Bing waren Großunternehmen am stärksten vertreten (39,1 Prozent), gefolgt von Mittelständlern (36,4 Prozent) und KMUs (24,6 Prozent). Der Report ergab auch, dass es am ehesten Großunternehmen sind, die mithilfe von Drittanbietern ihre Online-Auffindbarkeit verwalten und verbessern. 93 Prozent der Geschäftsstandorte, die auf Anfragen über die Sprachsuche vorbereitet sind, verlassen sich dabei auf einen Dienstleister.

Der Uberall Voice Search Readiness Report 2019 stellt Standards für Rankingfaktoren bei der Sprachsuche auf, an denen sich Unternehmen orientieren können. Den kompletten Report finden Sie hier.

Schlagworte: Digitalisierung, Studie, Onlinehandel, Onlinemarketing

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