Hits des Handels

Der Ton macht die Musik. Auf welche Tracks und Musikrichtungen der Handel 2018 zur Stimulierung der Shoppinglust auf der Fläche gesetzt hat, zeigen die Instore-Charts anhand einer Auswertung von rund 14.000 Verkaufsstellen.

18.12.2018

© Denise Truscello/Getty Images for iHeartMedia

Im Handel setzt sich der Trend zu den Dance-Tracks weiter fort, so ein Ergebnis der jährlichen Erhebung von Mood Media, einem Entwickler von Instore-Erlebniswelten. Insbesondere im Modeeinzelhandel wird gerne auf diese Musikrichtung zurückgegriffen. Schnellere Beats und größere Dynamik schaffen die richtige Atmosphäre für das trendbewusste, meist jüngere Publikum. In dieser Branche landet so Justin Timberlake mit „Soulmate“ auf dem ersten Platz der meistgespielten Songs. Im LEH ist das Publikum weniger eng definiert und die Musikauswahl dementsprechend breiter aufgestellt. JP Cooper erobert mit „She’s On My Mind“ den Spitzenplatz, gefolgt von P!nk mit „What About Us“.

Die Hitlisten von Mood Media und die allgemeinen Charts unterscheiden sich in einigen Punkten entscheidend. Einzelne Titel, die sich außerhalb der Läden großer Beliebtheit erfreuen, sind für die Instore-Playlist ungeeignet. Das betrifft zunächst einmal Songs mit „explicit lyrics“, also unangemessenen Liedtexten. Als unpassend für den Handel gelten je nach Branche zudem extreme Beats oder rockiger Sound.

Besonders Kooperationen verschiedener Künstler sind aktuell angesagt und versetzen Verbraucher in Shoppinglaune. Bereits in den letzten Jahren war zu beobachten, dass einfache Kategorisierungen wie Pop, Rock und Hip-Hop es zunehmend schwieriger haben, sich durchzusetzen. Stattdessen werden Subgenres definiert, wie etwa Dreampop, Airpop, Country Dance Music und viele weitere. Auffällig ist in den letzten zwölf Monaten vor allem der Einfluss von Soca Beats. Diese stammen ursprünglich aus der karibischen Soul of Calypso-Popkultur, die bereits Anfang der 2000er kurzzeitig en vogue waren. Nun sind sie, geprägt von House Musik oder Musikkomponenten der 80er und 90er Jahre, im Mainstream-Pop angekommen.


Die Top Ten der beliebtesten Instore-Hits bis 3. Dezember 2018 sind:

Modeeinzelhandel (Mainstream)
1. Justin Timberlake – Soulmate
2. Zipper Club – Breath
3. Savoir Adore – Too Late (feat. Paperwhite)
4. Robin Schulz – Oh Child (feat. Piso 21)
5. Maroon 5 – Girls Like You (feat. Cardi B)
6. Roosevelt – Under The Sun
7. Zedd – Happy Now (feat. Elley Duhé)
8. OMI – Masterpiece (feat. Felix Jaehn)
9. MO – Sun in Our Eyes (feat. Diplo)
10. Alle Farben – H.O.L.Y.

Lebensmitteleinzelhandel
1. JP Cooper – She’s On My Mind
2. P!nk – What About Us
3. Kygo – Kids in Love (feat. The Night Game & Maja Francis)
4. Matt Simons – We Can Do Better
5. LSD – Thunderclouds (feat. Sia, Diplo & Labyrinth)
6. Namika – Je ne parle pas français
7. Shawn Mendes – Lost in Japan
8. Jess Glynne – I’ll be there
9. Olly Murs & Louisa Johnson – Unpredictable
10. The Script – Arms Open

Einzelhandel gesamt
1. George Ezra – Paradise
2. Ariana Grande – No Tears Left To Cry
3. Calvin Harris & Dua Lipa – One Kiss
4. Michael Schulte – You Let Me Walk Alone
5. The Chainsmokers – Somebody (feat. Drew Love)
6. The Weeknd – Call Out My Name
7. Namika – Je ne parle pas français
8. Zedd – Happy Now (feat. Elley Duhé)
9. Justin Timberlake – Filthy (Radio Edit)
10. Kylie Minogue – Dancing

Schlagworte: Instore-Charts, Kaufhausmusik, Musik im Handel

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