Marketing

Welche Loyalty-Programme bei jungen Kunden ankommen

Die Nutzungsintensität von Loyaltyprogrammen ist in den letzten drei Jahren gewachsen: Bei 32,4 Prozent der Teilnehmer an einer aktuellen Umfrage nahm sie zu. Bei Jüngeren ist der positive Effekt noch größer - sie haben aber auch höhere Erwartungen.

10.08.2020

© Stock Adobe

Kunden haben heute höhere Erwartungen an Treueprogramme.

Eine Befragung des Marketing-Unternehmens Ingenico Marketing Solutions ergab für Deutschland, dass die Nutzung von Loyalty-Programmen in allen Altersgruppen zugenommen hat. Allerdings gibt es bei der Gestaltung der Programme für die Händler noch deutlich Spielraum nach oben: Denn nur 51,3 Prozent aller Konsumenten, die schon heute Loyaltyprogramme nutzen, würden eines ihrer genutzten Programme auch als begeisternd bezeichnen.

Für ihre Loyalität erwarten vor allem junge Käufer (18-30 Jahre) heute deutlich mehr vom Händler, insbesondere bei der Incentivierung, zum Beispiel wenn sie ihren Einkauf per Self-Scan durchführen (62,3 Prozent), ihre bevorzugten Coupons aktiv markieren (68,5 Prozent) oder Bewertungen abgeben (67,5 Prozent). Über alle Altersgruppen hinweg wünschen sich jeweils um die 50 Prozent stärkere Anreize.

Kunden wünschen sich Kombination mit Bezahlfunktion

Fast für die Hälfte der Kunden (44,4 Prozent) ist laut Befragung außerdem eine integrierte Bezahlfunktion ein wichtiger Grund zur Teilnahme an einem Loyaltyprogramm. Bei der jüngsten Altersgruppe 18-30 sind es bereits 55,4 Prozent. Für 18-30 Jährige rücken auch weitere Vorteile deutlicher in den Fokus als bei anderen Altersgruppen: Dazu gehören die Nutzungsmöglichkeit über eine App, persönliche Angebote, die Verbindung des Loyaltyprogramms mit Community-Features sowie Gamification-Elemente. Die Favoriten für alle hinsichtlich der maßgeblichen Feature-Ausgestaltung bilden nach wie vor Sofortrabatte sowie Sammelmechanismen für Vorteile.

Als wichtigster Grund für die Ablehnung von Loyaltyprogrammen erweisen sich bei jungen Kunden Zweifel am ausreichenden Datenschutz. Für viele Verbraucher zwischen 18 und 30 Jahren, die heute noch in keinem Loyaltyprogramm teilnehmen, gilt laut der Umfrage: „meine Daten sind privat“. So ist dieses der am häufigsten genannte Ablehnungsgrund (37,1 Prozent), mit Abstand gefolgt von zu geringen Vorteilen (27,2 Prozent) und der mangelnden Verbundenheit zu Händlern im Allgemeinen (15,9 Prozent).

Die komplette Studie steht hier zum Download bereit.

Schlagworte: Kundenloyalität, Loyality

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