Omni-Channel-Konzepte für Flex-Shopper

Erfolg im Handel hängt mehr denn je davon ab, Erwartungen zu erfüllen. Einzelhändler müssen ihre Logistikkonzepte an die Anforderungen der Flex-Shopper anpassen, um auf allen Kanälen ein vergleichbares Einkaufserlebnis gewährleisten zu können.

31.08.2016

© HstrongART-iStock

Das Konsultationspapier „UPS Pulse of the Omni-Channel-Retailer“, das von den Beratern von IDC Insights für UPS erstellt wurde, identifiziert vier wichtige Themen für den strategischen Umbau der Handelslogistik. Um die Schwierigkeiten beim Wechsel zu einem Omni-Channel-Ansatz aufzuschlüsseln, interviewten die Studienautoren in Belgien, Deutschland, Frankreich, Italien, den Niederlanden, Spanien und Großbritannien 707 Einzelhändler und Hersteller.

Ein Ergebnis des europäischen Vergleichs: In der Nutzung von Filialnetzen kann der deutsche Einzelhandel noch aufholen: Während 53 Prozent der europäischen Einzelhändler mit Filialnetz dieses auch für weitere Services nutzen, sind es in Deutschland nur 38 Prozent. 30 Prozent der deutschen Einzelhändler erweitern derzeit ihre Services und möchten in den nächsten zwölf bis 24 Monaten Click & Collect (Kunden können online bestellte Waren in der Filiale abholen) anbieten.

Wenn sie ihr Filialnetz in ein Omni-Channel-Netzwerk integrieren, stehen deutsche Einzelhändler verschiedenen Herausforderungen gegenüber: Nicht abgeholte Pakete (63 Prozent) und Annahme von Retouren (62 Prozent) werden von den Befragten am häufigsten genannt. Dazu passt, dass der Umtausch von Waren, die auf einem anderen Kanal gekauften wurden, hierzulande besonders selten in der Filiale möglich ist. 37 Prozent der deutschen Einzelhändler bieten diesen Service an, in Europa liegt der Schnitt bei 47 Prozent.

Dafür ist die kostenlose Lieferung an eine vom Kunden gewünschte Adresse in Deutschland verbreiteter: 17 Prozent der Händler bieten diesen Service an, während es europaweit nur 6 Prozent sind. Auch kostenlose Rücksendungen können Kunden in Deutschland eher nutzen: 43 Prozent der europäischen Einzelhändler erheben Rücksendegebühren, wenn die Ware nicht defekt oder beschädigt ist. Deutsche Einzelhändler versuchen eher, den Versand- und Lieferprozess insgesamt effizienter zu gestalten, um die Kosten von Rücksendungen aufzufangen.

Vom Aufbau einer Omni-Channel-Struktur über die Einbindung von Filialen und die Optimierung der Lagerhaltung bis zur effizienten Abwicklung von Rücksendungen: das Whitepaper steht hier zum kostenlosen Download bereit.

Schlagworte: Omnichannel, Studie, Filialen, Flex-Shopper

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