Gemeinsame Standards

An Prozessoptimierungen von der Bestellung bis zur Übergabe an der Rampe des Möbelhandels sowie deren Umsetzung in Form von Standardprozessen und Empfehlungen arbeiten verschiedene Arbeitsgruppen der Zukunftsinitiative Möbellogistik (ZIMLog).

25.04.2017

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Ergebnisse liegen bereits in Form von Handlungsempfehlungen und Standards vor, die in den folgenden Dokumenten zusammengefasst sind:

•    Verfahrensgrundsätze zum Bestellprozess
•    Verfahrensgrundsätze zum Lieferprozess
•    Definition von Entladestandards
•    Empfehlungen zur Rampenkapazitätsplanung
•    Grundsätze zum Melden von Lieferterminen
•    Anwendungsempfehlungen zu den Datenschnittstellen

Um die Ausarbeitungen unter realen Bedingungen zu testen, werden diese aktuell schnittstellenübergreifend von Unternehmen entlang der Lieferkette in Form von Pilotprojekten umgesetzt und auf Herz und Nieren geprüft. Schnittstellenübergreifende Standards sind kein Betriebsgeheimnis. Sie können erst dann ihren vollen Nutzen ausschöpfen, wenn sie möglichst breite Anwendung finden und auf individuelle Anforderungen beziehungsweise Anpassungen möglichst gänzlich verzichtet werden kann. Deshalb werden die Ergebnisse auch außerhalb des Projektteams der gesamten Branche zur Verfügung gestellt. Sie können hier abgerufen werden. Für Fragen zur Interpretation der Unterlagen steht das Projektteam zur Verfügung.

Das Erreichte kann nur als ein erstes Zwischenergebnis gewertet werden. Bis zu einem reibungslosen Austausch von Waren und Informationen ist es noch ein langer Weg. „Die Umsetzung der Standardprozesse innerhalb der Branche muss zentral begleitet werden. Nicht zuletzt um aus der Praxis zu lernen und notwendige Anpassungen integrieren zu können“, so Professor Paul Wittenbrink von der hwh Gesellschaft für Transport- und Unternehmensberatung mbH. Aus diesen Gründen wird das zunächst zeitlich begrenzt angesetzte Projekt ZIMLog in eine dauerhafte Struktur umgesetzt. „Somit ist sichergestellt, dass wir kontinuierlich an den Prozessen feilen und neue Anforderungen integrieren können. Nicht zuletzt möchte ZIMLog auch eine Plattform für den fachlichen Austausch zu Problemstellungen und Möglichkeiten innerhalb der Lieferkette darstellen“, so Andreas Ruf, Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie e.V.

Die Initiatoren rufen interessierte Unternehmen auf, sich aktiv in den Arbeitsgruppen einzubringen. Nähere Informationen dazu gibt Andreas Ruf (ruf@vhk-herford.de).

ZIMLog ist 2016 auf Initiative der vier Branchenverbände Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM), Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM), Verbände der Holz und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen und dem Bundesverband Möbelspedition und Logistik (AMÖ) sowie rund 30 Unternehmen aus den Bereichen Möbelindustrie, Möbellogistik und Möbelhandel entstanden. Professor Paul Wittenbrink und sein Team von der hwh Gesellschaft für Transport- und Unternehmensberatung mbH, Karlsruhe, wurden beauftragt, die unternehmensübergreifenden Prozesse in der Möbellogistik im Detail zu analysieren, Prozessstörungen zu identifizieren und gemeinsam mit Unternehmen und Verbänden Lösungen zu erarbeiten. Zunächst ging es darum, eine Vision für eine optimierte Möbellogistik aufzuzeigen. Schon bei der Bestellung soll dem Kunden der Liefertermin der Möbel möglichst genau genannt werden. Die Planungsprozesse von Produktion, Transport und Rampe sind im Rahmen einer unternehmensübergreifenden Steuerung auf Basis eines durchgehenden Datenflusses über die gesamte Prozesskette stärker zu verknüpfen. Und nicht zuletzt sollten klare Entladestandards an der Rampe und eine flexible Rampenkapazitätsplanung bestehen. In verschiedenen Arbeitskreisen wurden diese Problemstellungen detailliert analysiert und daraus Standardprozesse abgeleitet. Diese werden im Anschluss schnittstellenübergreifend durch Unternehmen entlang der Lieferkette in Form von Pilotprojekten umgesetzt.

Schlagworte: Möbellogistik, ZIMLog, Standards

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