Logistik

Effizient auf der "letzten Meile"

Der E-Commerce boomt und wird zugleich immer komplexer. Dadurch steigen auch die Herausforderungen beim Versand. Gerade auf der letzten Meile müssen die Abläufe stimmen, da es hier zum direkten Kontakt mit dem Kunden kommt.

02.10.2019

© Seven Senders

Damit Kunden ihre Bestellung bis zur Ankunft des Pakets nachverfolgen können, müssen Händler Transparenz schaffen.

Die „Last Mile“ wird daher vermehrt zum Erfolgsfaktor für Unternehmen. Seven Senders, Plattform für den Paketversand in Europa, hat Händlern fünf Tipps zusammengestellt, die aufzeigen, wie sich der Transport von Waren auf der letzten Meile effizient und kostengünstig gestalten lässt. 

1. Individuelle Kundenanforderungen erfüllen
Mal wünschen sich Kunden einen besonders preiswerten Versand, mal steht eine schnelle Lieferung im Fokus. Hinzukommen spezielle Bedürfnisse, wie etwa ein Zustellungsversuch zu einer zuvor gewählten Uhrzeit oder die Lieferung an einen Pick-up- und Drop-off-Punkt. An diesen Stationen können Sendungen bequem abgeholt und Retouren aufgegeben werden. Das alles müssen Händler bei der eigenen Strategie hinsichtlich der letzten Meile berücksichtigen. Sie müssen überlegen und entscheiden, was ihre Kunden erwarten und was sie ihnen anbieten möchten. Wichtig ist es darüber hinaus, einen lokalen Versandpartner in der jeweiligen Versandregion zu haben, der mit den dortigen Begebenheiten und Kundenwünschen bestens vertraut ist. „Je stärker Unternehmen Kunden langfristig an sich binden wollen, desto mehr sollten sie in hohe Servicequalität und kurze Laufzeiten im Versand investieren“, sagt Johannes Plehn, einer der beiden Gründer von Seven Senders. Kunden würden ein einzigartiges Versanderlebnis mit den entsprechenden Händlern verknüpfen. Das wirke sich positiv auf die Kundenzufriedenheit aus.

2. Innovative Technologien und Partner an Bord holen 
Schnelllebig und dynamisch – der Bereich Versand befindet sich im stetigen Wandel, dem sich die Händler fortlaufend anpassen müssen. Unternehmen entwickeln zukunftsfähige Technologien, durch die sich neue Geschäftsmodelle erschließen. Diese Entwicklungen zeigen sich insbesondere auf der letzten Meile. Der schwedische Lieferdienst Budbee hat sich zum Beispiel auf die Same-Day- und Zeitfensterzustellung spezialisiert, die er auf der letzten Meile über ein Kuriernetzwerk abwickelt. Weitere Start-ups wie LuckaBox oder Liefery punkten mit einem innovativen Einsatz von Daten und Technologie im Bereich der Transport- und Routenplanung. Bei einer Zusammenarbeit mit mehreren Firmen dieser Art können Händler zudem unterschiedliche Last Mile-Dienstleistungen anbieten.

Anzeige

3. Flexibilität ist Trumpf 
Wer individuelle Kundenwünsche bis zur Paketzustellung erfüllen will, muss flexibel sein. Um eine optimale Zustellung zu gewährleisten, ist es wichtig, für seine Produkte und Kundenwünsche das beste Versandkonzept zu wählen. Unternehmen müssen sich fragen, welchen Carrier beziehungsweise Carrier-Mix sie für das bestmögliche Versanderlebnis wählen wollen. „Eine Lieferung sollte so an den Zielmarkt angepasst sein, dass Händler beim Kunden den gleichen Eindruck hinterlassen wie die lokalen Marktführer“, sagt Thomas Hagemann, der zweite Gründer von Seven Senders. 

4. Komplexität vermeiden 
Logistik und Versand sind ein preissensitives Geschäft. Wo möglich, sollten Unternehmen klare und einfache Prozesse etablieren und auf diese Weise Zeit und Kosten einsparen. Dazu zählt unter anderem die Kommunikation mit einem zentralen Ansprechpartner, der die Abläufe koordiniert und alle benötigten Leistungen aus einer Hand anbietet. 

5. Transparenz schaffen 
Damit Kunden ihre Bestellung bis zur Ankunft des Pakets nachverfolgen können, müssen Händler Transparenz schaffen. Zu diesem Zweck lassen sich leistungsstarke Tracking- und Monitoring-Lösungen einsetzen. Händler und Kunden können stets sehen, wo sich die Lieferung gerade befindet. Dabei verbleiben Kunden in ihrer gewohnten Onlineshop-Umgebung. Zusätzlich können Händler ihre Kunden proaktiv über den Versandstatus informieren und damit die Kundenserviceanfragen nach dem Verbleib der Sendung um bis zu 30 Prozent zu senken.

Schlagworte: Onlinehandel, Handelslogistik, Logistik, Versandhandel

Kommentare

Ihr Kommentar