Cityflitzer

Viele Ampeln, viele Staus, wenige Parkplätze – der Stadtverkehr hat seine Tücken. Wir stellen vier neue Modelle vor, mit denen Fahrer gut durch den Großstadt­dschungel kommen: vom auffälligen Mini-SUV bis zum elektrischen Kleinwagen.

Von Thomas Müller 29.07.2019

© Hersteller

Der Elektro-Cityflitzer: Seat Mii electric

Ford Puma

SUVs sind nichts für den Stadtverkehr? Ford will das Gegenteil beweisen. Wie das gleichnamige kleine Sportcoupé aus den 90er-Jahren basiert auch der neue Puma auf dem Kleinwagen Fiesta. Den pumpt der Hersteller zum Mini-SUV auf, das mit seiner bulligen Front fast wie ein kleiner Porsche aussieht. Mit 4,19 Metern Länge ist der Puma zwar im Vergleich zum Fiesta um 15 Zentimeter gewachsen, aber noch stadttauglich. Auch sonst setzt der Wagen nicht nur auf Lifestyle, sondern auch auf Alltagstauglichkeit: Durch die höhere Sitzposition fällt der Einstieg leichter, die Sitzbezüge lassen sich per Reißverschluss komplett entfernen und waschen. Der Kofferraum fasst insgesamt stolze 456 Liter, der Ladeboden lässt sich entfernen – dann kommt eine 80 Liter große, auswaschbare Lademulde zum Vorschein. Im Innenraum kann der Puma seine Herkunft nicht verleugnen: Das Armaturenbrett mit praktischen Bedienelementen und Touchscreen ist aus dem Fiesta bekannt. Wer die gängigen Fahrassistenzsysteme nutzen möchte, kann sie als Komplettpaket bestellen. Der Puma soll Anfang 2020 beim Händler stehen, zur Wahl gibt es dann zwei Benziner mit 125 und 155 PS – die stärkere Variante kommt serienmäßig als Hybrid mit unterstützendem E-Motor. Dieselaggregate sollen folgen. Offizielle Preisangaben gibt es noch nicht, Branchenkenner rechnen mit 17.000 Euro für das Basismodell.

Technische Daten:

Antrieb: Dreizylinder-Turbobenziner

Leistung: 125 PS

Verbrauch: Werte liegen noch nicht vor.

CO₂-Ausstoß: Werte liegen noch nicht vor.

Höchstgeschwindigkeit: Werte liegen noch nicht vor.

Preis: 17.000 Euro

 

Opel Corsa

Der Corsa ist Opels Kassenschlager: Im vergangenen Jahr war jeder vierte weltweit verkaufte Opel ein solches Kleinmodell. Die sechste Generation kann jetzt schon bestellt werden – ausliefern wollen die Rüsselsheimer ab Herbst 2019. Weil Opel inzwischen zum PSA-Konzern gehört, teilt sich der neue Corsa die Plattform mit anderen Autos wie dem Peugeot 208. So wird auch ein rein elektrisch fahrender Corsa möglich; er soll Anfang 2020 auf den Markt kommen. Von außen kommt der Kleinwagen mit einer flacheren Motorhaube, steilerer Frontscheibe und insgesamt geringerer Höhe deutlich dynamischer daher als seine Vorgänger. Dank etwas längeren Radstands schluckt der Kofferraum jetzt 309 Liter, das sind 24 Liter mehr als bisher. Abgespeckt hat er auch: Mit nur 980 Kilogramm ist der Stadtflitzer jetzt zehn Prozent leichter – auch dank der neuen Plattform. Das spürt der Fahrer: Der neue Corsa fährt agiler als die Vorgänger, neue Motoren aus dem PSA-Sortiment sorgen für die nötige Spritzigkeit. Zur Auswahl stehen drei Benziner von 75 bis 130 PS und ein Diesel mit 100 PS. Im Innenraum erwarten den Fahrer keine Überraschungen, mit dem neuen Infotainmentangebot aus Multimediaradio und Multimedianavi mit Touchscreen ist er immer gut vernetzt. Technisches Highlight: das adaptive, blendfreie LED-Matrix-Licht. Es passt gegen Aufpreis die Beleuchtung kameragestützt an die aktuelle Fahrsituation an.

Technische Daten: 

Antrieb: Dreizylinder-Turbobenziner

Leistung: 75 PS

Verbrauch: Werte liegen noch nicht vor.

CO₂-Ausstoß: Werte liegen noch nicht vor.

Höchstgeschwindigkeit: Werte liegen noch nicht vor.

Preis: 13.990 Euro

Seat Mii electric

Seat folgt dem Trend hin zum Elektroauto mit dem Mii besonders konsequent: Beim Wechsel zur nächsten Generation wird das Modell gleich ausschließlich als E-Auto angeboten. Dennoch soll der Preis kaum steigen. Der Lithium-​Ionen-Akku mit seiner Kapazität von 36,8 Kilowattstunden ermöglicht eine Reichweite von bis zu 260 Kilometern – für die Stadt allemal ausreichend. Mit Gleichstrom geladen, soll der Kleinwagen innerhalb einer Stunde schon zu 80 Prozent aufgeladen sein; an Wechselstromladepunkten dauert es vier Stunden. Ab September kann der Mii bestellt werden, Auslieferungen verspricht Seat für Anfang 2020. Optisch hat sich der kleine Spanier mit den abgerundeten Ecken kaum verändert. Nur ein Schriftzug am Heck, Symbole an den Seiten und veränderte Leichtmetallfelgen weisen ihn als Stromer aus. Und die Fahrleistungen: 83 PS und ein Drehmoment von 212 Nm stellt der vom Schwestermodell Skoda Citigo-E kopierte Elektromotor bereit. Damit spurtet der kleine Flitzer in 3,9 Sekunden auf 50 km/h. Die 100 km/h erreicht er in respektablen 12,5 Sekunden, bei 130 km/h ist Schluss. Der Kleinste im Quartett kann auch am wenigsten wegstecken: 250 Liter fasst der Kofferraum. Im Innenraum geht es mit neu gestaltetem Armaturenbrett, Ambientebeleuchtung, Schaltknauf und Handbremsbezug aus schwarzem Leder stilvoll zu. Auch positiv: Der Spurhalteassistent ist im Mii electric serienmäßig an Bord.

Technische Daten:

Antrieb: Elektromotor

Leistung: 83 PS

Batteriekapazität: 36,8 kWh

Reichweite: 260 km

Höchstgeschwindigkeit: 130 km/h

Preis: 19.000 Euro

Renault Clio

Was für Opel der Corsa ist, ist für Renault der Clio. 15 Millionen der Autos hat der Hersteller in den vergangenen 20 Jahren verkauft. Ab September steht die fünfte Generation beim Händler. Der neue Clio sieht sportlicher aus, immerhin drei Zentimeter tiefer liegt er jetzt auf der Straße. Die Motorhaube weist ein markantes Profil auf, die Lufteinlässe sind etwas größer geworden. Entgegen dem Trend zu immer größeren Kleinwagen ist der Clio in der Länge um 1,3 Zentimeter geschrumpft. In der C-Säule versteckte Türgriffe bei den Fondtüren lassen ihn zudem fast wie einen Dreitürer wirken. Was er optisch an Dynamik gewonnen hat, löst der Kleinwagen auch auf der Straße ein: Die Federung ist gut abgestimmt, der Benziner mit 100 PS beschleunigt souverän. Im Innenraum hat sich die Materialqualität stark verbessert; statt Hartplastik kommen nun gefälligere Materialien zum Einsatz. Die Mittelkonsole wird beherrscht von einem Touchscreen, über den das Infotainmentsystem bedient wird. Der Kofferraum hat um 40 Liter auf jetzt 340 zugelegt. Kleines Manko: Die Ladekante ist höher geworden. An Assistenzsystemen gibt es prinzipiell alles, was gängig ist – serienmäßig sind Notbremsassistent, Spurhaltesystem und Verkehrszeichenerkennung an Bord. Interessant: Anfang 2020 soll ein Vollhybrid kommen, der mit zwei Elektromotoren viele Stadtfahrten rein elektrisch absolvieren kann.

Technische Daten:

Antrieb: Dreizylinder-Turbobenziner

Leistung: 100 PS

Verbrauch: 5,3 Liter

CO₂-Ausstoß: 120 g/km

Höchstgeschwindigkeit: Werte liegen noch nicht vor.

Preis: circa 18.000 Euro

Schlagworte: Fuhrpark, Autokauf, Auto, Autoquartett, Automobile

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