Baken in der Paketflut

Zum Weihnachtsgeschäft wartet der E-Commerce mit neuen Rekordumsätzen auf. Umso flexibler müssen sich kompakte Transporter im Stadtverkehr bewegen. Hier vier Neue für den Kurier.

Von Thomas Müller 01.12.2018

© Ford

Peugeot Partner

Agil sieht er aus, der neue Partner, trotz kompakter Proportionen: Die Frontpartie nimmt die dynamische Markensprache der Pkw-Sparte auf. Der neu gestaltete senkrechte Kühlergrill und Scheinwerfer mit verchromten Umrandungen unterstreichen den wertigen Eindruck, der sich auch im Innenraumdesign widerspiegelt. Kunden können beim frisch gewählten „International Van of the Year 2019“ zwischen zwei Benzinern (110 und 130 PS) und fünf Dieselmotoren mit BlueHDi-Technologie (75 bis 130 PS) wählen. Die drei leistungsstärksten Dieselaggregate erfüllen bereits die Abgasnorm Euro 6d-TEMP, die am 1. September 2019 in Kraft tritt. Die Antriebe lassen sich mit einem 8-Stufen-Automatikgetriebe kombinieren. Der Partner ist in den Längen Standard (4,40 Meter) und Lang (4,75 Meter) zu haben sowie in den Ausstattungsversionen Asphalt für Vielfahrer und Grip für Lieferfahrten auf schlecht zugänglichen Landstraßen. Das Ladevolumen liegt je nach Variante zwischen 3 300 und 4 400 Litern, die Nutzlast zwischen 650 und 1 000 Kilogramm. Das Infotainmentsystem des iCockpits mit acht Zoll großem Touchscreen macht die Kommunikation und das Navigieren per 3-D-Echtzeittechnologie leicht. Flottenmanager können verschiedene Dienste rund um das Monitoring und Tracking dazubuchen. Praktische Fahrassistenzsysteme, wie die Überladewarnung oder eine Rückfahrkamera mit Rundumsicht, runden den neuen Kastenwagen im Zeichen des Löwen ab.

Opel Combo Cargo

Die fünfte Generation des Combo markiert für Opel einen Neuanfang im Segment der Hochdachkombis. Die Version „Life“ richtet sich an Familien, die dem Trend zum SUV nicht folgen mögen, während der „Cargo“ im Segment der Stadtlieferwagen angreift. Der neue Combo entsteht auf der Plattform der französischen PSA-Gruppe und teilt sich künftig die Technik mit den baugleichen Schwestermodellen Citroen Berlingo und Peugeot Rifter, dem Folgemodell des Peugeot Partner. Vom Combo Cargo stehen zahlreiche Varianten zur Wahl, darunter die 4,40 Meter messende Normalversion, der Cargo XL mit 4,75 Metern Länge (ab 20.050 Euro) und die Doppelkabine mit fünf Sitzplätzen und zwei Schiebetüren serienmäßig (ab 21.550 Euro). Der kompakte Transporter bietet mit bis zu 4,4 Kubikmetern Ladevolumen Platz für viele Päckchen und Pakete. Bis zu 1 000 Kilogramm an Zuladung und eine praktisch gestaltete Ladefl äche, die zwei Europaletten quer aufnimmt, ergänzen den Steckbrief des Lastenesels. Für die komfortable und sichere Fahrt sorgen ein modernes Infotainmentsystem und zahlreiche Assistenz systeme, wie eine sensorgesteuerte Überladungsanzeige und Flankenschutz sowie eine zweite Kamera im Beifahrer-Rückspiegel.

Dacia Dokker Express

Dacia ist bekannt für seine Kampfpreise, dabei bildet auch der Hochdachkombi Dokker Express keine Ausnahme. In seinem neuen Lebenszyklus präsentiert sich der vielseitige Lieferwagen mit neuem Markengesicht: einem an die Optik des SUV Dacia Duster angelehnten Kühlergrill mit Wabenstruktur. Der französische Rumäne rollt in zwei Ausstattungen vom Band: als Basismodell Essentiel mit 3 300 Litern Ladekapazität, 555 Kilogramm Nutzlast und bis zu 1,90 Meter Ladelänge sowie als Topausführung Ambiance mit maximal 3 900 Litern Stauvolumen (675 Kilogramm Nutzlast) und bis zu 3,11 Metern Ladelänge. Die Laderaumhöhe im Dokker Express misst 1,27 Meter. Die Laderaumbreite beträgt maximal 1,41 Meter. Zwischen den Radkästen stehen 1,17 beziehungsweise 1,13 Meter (mit Verkleidung) zur Verfügung. Dies ermöglicht den Transport von Europaletten in Längsrichtung. Die niedrige Ladekante von 56,5 Zentimetern und die asymmetrischen Hecktüren mit einem Ö nungswinkel von bis zu 180 Grad erleichtern das Be- und Entladen. Die Motorenauswahl besteht aus einem 1,6-Liter-Benziner, einem 1,2-Liter-Turbobenziner und zwei Common-Rail-Turbodieseln mit jeweils 1,5 Litern Hubraum. Dacia bietet den Vierzylinder darüber hinaus für 850 Euro Aufpreis in einer mit Flüssiggas(LPG) betriebenen Variante an.

Ford Transit Custom

Das Facelift der Custom-Baureihe spiegelt die Formensprache der aktuellen Pkw-Modelle von Ford wider: Ein trapezförmiger Kühlergrill und schmale Xenon-Scheinwerfer mit LED-Tagfahrlicht geben dem Kastenwagen einen angri slustigen Look im Stadtverkehr. Die ansprechende Designsprache der Modernisierung setzt sich im Cockpitbereich fort, der im Vergleich zum Vorgänger nun hochwertigere Materialien, praktischere Ablagen und ein zeitgemäßes Infotainmentsystem au ietet. In Deutschland steht der Transit Custom in vier Ausstattungsversionen zur Wahl: Basis, Trend, Limited und Sport. Hinzu kommen unterschiedliche Branchenpakete. Ford verweist insbesondere auf die Vielfalt der Baureihe: zwei Radstände (2 933 und 3 300 Millimeter), zwei Dachhöhen, zulässige Gesamtgewichte von 2,6 bis 3,4 Tonnen und Nutzlasten von bis zu 1 384 Kilogramm sowie Au auten vom Kastenwagen über den Kombi bis zur Doppelkabine bieten zahlreiche Kombinationsmöglichkeiten. Angetrieben wird der neue Transit Custom von einem 2,0-Liter-EcoBlue-Dieselmotor, der die Euro-6- Abgasnorm erfüllt, mit 105, 130 oder 170 PS. In der zweiten Jahreshälfte 2019 kommt zudem eine Plug-in-Hybrid-Version auf den Markt. Zum umfangreichen serienmäßigen Sicherheitspaket gehören etwa ESP, Berganfahrassistent und Traktionskontrolle. Auf der langen Optionsliste stehen eine Rückfahrkamera, ein Fahrspurassistent mit Müdigkeitswarner, ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer oder ein Verkehrsschild-Erkennungssystem. Die Modellpfl ege wird dazu beitragen, die Erfolgsgeschichte des Dauerbrenners Transit fortzuschreiben.

Schlagworte: Auto, Autoquartett, Fuhrpark

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