Vortrieb mal vier

Mit dem Boom des SUV-Segments nimmt auch die Nachfrage nach Allradantrieben Tempo auf. Vier neue Modelle, die vorn wie hinten Freude machen.

Von Thomas Müller 20.02.2019

© Audi

An allen Rädern angetriebener Vertreter des SUV-Segments: der Audi Q3.

Ford Edge


Ford hat die Topbaureihe seiner europäischen SUV-Familie verjüngt. Der Edge braust nun mit markant geschärftem Front- und Heckdesign, einer neuen Bi-Turbo-Variante des Ford EcoBlue-Dieselmotors mit 8-Gang-­Automatikgetriebe sowie zahlreichen Sicherheits- und Fahrerassistenzsystemen um die Straßenecken. Dazu gehören unter anderem ein intelligenter Geschwindigkeitsbegrenzer, ein Park- und ein Fahrspur-
assistent, der Stauassistent mit Stop-and-go-Funktion oder Pre-­Collision- und Ausweichassistenten. Wer in dieser Fahrzeugklasse noch sicherer und komfortabler unterwegs sein möchte, sollte möglicherweise die Bahn nehmen. Zur Auswahl stehen vier Ausstattungsversionen: Neben der sportlichen ST-Line können Kunden den Fünftürer (Kofferraumvolumen: 602 bis 1 847 Liter) als großzügiger ausgestatteten Edge Trend, in der technikorientierten Titaniumvariante oder in der exklusiven Vignale-Version ordern. Auf der Antriebsseite bietet der Edge einen spritsparenden EcoBlue-Dieselmotor mit vier Zylindern und 2,0 Liter Hubraum in zwei Leistungsstufen. Die Topversion, der Bi-Turbodiesel, entwickelt nun 238 PS, 28 PS mehr als zuvor. Daneben bietet Ford diesen Euro-6d-TEMP-Vierzylindermotor auch in einer 190 PS starken Version an, die den intelligenten Allradantrieb mit einem serienmäßigen 6-Gang-Schaltgetriebe verbindet. Mit dem Kommunikations- und Entertainmentsystem Ford Sync lassen sich eingebundene Smartphones sowie Audiofunktionen, Navigation und Klimatisierung des Fahrzeugs wahlweise per Sprachbefehl oder über den farbigen 8-Zoll-Touchscreen bedienen. Praktisches Detail: Mobilgeräte werden in der Ladestation der Mittelkonsole induktiv, also kabellos, aufgeladen.

Audi Q3


Der alte Q3 war der Bestseller unter Audis Geländewagen. Die zweite Generation des SUV soll diese Erfolgsgeschichte fortschreiben – mit mehr Platz, geschärften Konturen und viel digitaler Technik. Audi preist den neuen Q3 als ­„Familien-SUV mit Allround-Talenten“ an. Zehn Zentimeter länger und zwei Zentimeter breiter, stellt das neue Modell eine praktische Alternative zu einem Kombi dar. Je nach Position von Rückbank und Lehnen reicht das Volumen des Gepäckraums von 530 bis 1  525 Liter. Zur Motorenauswahl stehen drei Benziner und zwei Dieselaggregate in Kombination mit Front- oder Quattroantrieb. Alle Motoren sind Vierzylinder-­Direkteinspritzer mit Turboaufladung; die Leistungsspanne reicht von 150 PS bis 230 PS. Die Kraftübertragung übernimmt ein manuelles Sechsganggetriebe oder das schnell schaltende Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe „S tronic“. Bei den Zweiliter-Ottomotoren und dem stärksten Diesel (190 PS) ist der permanente Allradantrieb Serie. Schon in der Basisversion (ab 33.700 Euro) ist der Audi Q3 mit einem digitalen Infotainmentsystem ausgestattet, das durch ein 10,1-Zoll-Touch-­Display in der Mittelkonsole gesteuert wird. 

BMW X5


Nach der Markteinführung des ersten X2 und des neuen X4 fährt BMW auch in der vierten Generation des X5 mit frischen Versprechen vor. Der Begründer der X-Modellfamilie ist ganz schön groß geworden und bietet nun auf 4,92 Metern Länge Platz für bis zu sieben Personen. Mit 650 bis 1  870 Litern Kofferraumvolumen kann das Luxus-SUV durchaus mit einem Kombi konkurrieren. Optional werden erstmals für ein BMW-Modell 22 Zoll große Leichtmetallräder angeboten. Auffälligstes Merkmal an der Fahrzeugfront ist die große, von einem einteiligen Rahmen eingefasste BMW-Niere. Bescheidenheit ist bei der Neuauflage des Dauerbrenners keine Zier. Der X5 vereint zahlreiche erstmals für ein X-Modell verfüg­bare Fahrwerksysteme, wie eine Zweiachs-Luft­federung, eine Integralaktivlenkung und ein Offroadpaket. Im umfangreich erweiterten Angebot der Fahrerassistenzsysteme finden sich der Driving Assistant Professional und der Parkassistent Plus einschließlich Rückfahrassistent. Zur Serienausstattung gehören das Anzeige- und Bediensystem BMW Live Cockpit sowie Lederpolster. Multifunktionssitze, kühl- und beheizbare Cupholder, das Panorama-
glasdach Sky Lounge, das Dynamic Interior Light und 10,2-Zoll große Touch-Displays fürs Fondsentertainment sorgen dafür, dass sich alle Passagiere bestens aufgehoben fühlen. Zur Motorenauswahl in Europa stehen drei Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum, darunter ein Ottomotor mit 340 PS. 

Seat Cupra Ateca


Es läuft für die Spanier: Das Geschäftsjahr 2018 schloss Seat mit dem höchsten Absatzvolumen in der 68-jährigen Firmengeschichte ab. Mit insgesamt 517 600 ausgelieferten Fahrzeugen vermeldete die VW-Tochter im Vergleich zu 2017 (468 400) ein Absatzplus von 10,5 Prozent. Zu den Verkaufsschlagern gehört – neben Ibiza und Leon – auch das Modell Ateca, das Seat nun unter einem neuen Logo frisch auflegt. Cupra heißt die sportliche Edelmarke, die sich nicht nur in puncto Preis von den üblichen Seats unterscheidet und den Spaniern neue Zielgruppen erschließen soll. Rund 280 ausgewählte­ ­Seat-Händler in Europa richten einen Cupra-Corner genannten Extrabereich ein, um das erste Modell der Sportmarke zu präsentieren. Das boomende SUV-Segment wird von Premiummarken beherrscht, darum nimmt die dynamisch geschärfte Cupra-Version des Ateca-Designs den Konkurrenzkampf mit einem 300 PS starken Motor, Allradantrieb, adaptiven Dämpfern, einem modernen Infotainmentsystem, LED-Scheinwerfern, Rückfahrkamera und einer im Vergleich zur Standardversion edel anmutenden Ausstattung auf. Der Ateca im hübschen Cupra-Pelz sprintet zwar in nur fünf Sekunden auf Tempo 100, kostet aber auch etwa doppelt so viel wie sein günstigster Seat-Bruder. Willkommen im Premiumsegment. 

Schlagworte: Autoquartett, Autokauf, Automobile

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