Kombi-Nation Deutschland

Schnell, schick, praktisch: Kombis vereinen die Vorteile von Lastenesel und Rennpferd. Vier Fahrzeuge zum Einpacken und Losfahren.

Von Thomas Müller 09.08.2016

Hyundai i40 Kombi 1.7 CRDi

Hyundai verkauft sich seit einigen Monaten bestens in Deutschland. Ob Transporter, Limousinen oder Kombis: Die Koreaner strengen sich mächtig an – und werden dafür belohnt. Auch der Hyundai i40 Kombi fährt nun mit verbesserter Funktion und Technologie in neuer Generation vor. Euro-6-Motoren und das neue 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe (DCT) in der Premiumversion sorgen für einen genügsamen und kommoden Antrieb. Die dynamische Silhouette lässt manchen Beobachter an den VW Passat denken – und kaum vermuten, dass sich in dem bis ins Detail hochwertig verarbeiteten Fahrzeug satte 1 719 Liter Kofferraumvolumen anbieten. Die weite Heckklappe lässt sich auf Wunsch berührungslos öffnen, ebenfalls auf der Optionsliste stehen ein Panorama-Glasschiebedach und der „erfrischende Komfort kühlbarer Frontsitze“. Entworfen von Hyundai in Rüsselsheim, könnten die Asiaten mit diesem Kombi kaum westlicher wirken. Die Vertrauensbotschaft, die eine 5-Jahres-Fahrzeugvollgarantie ohne Kilometerbegrenzung hiesigen Kunden sendet, bleibt nicht ungehört. Ein Schnäppchen ist der Koreaner mit den deutschen Designgenen aber nicht mehr.

Renault Talisman Grandtour Energy dCi 160 EDC HDI 100

Man könnte meinen, dass Renault seinen neuen Talisman Grandtour speziell für Fuhrparks entworfen habe. Denn gerade die Kombiversion des Talisman kommt sportlich daher, optisch ansprechend und mit französischem Esprit: Der Grandtour erinnert mit seiner schräg nach hinten abfallenden Dachlinie fast an ein Coupé. Die Fachpresse spricht nach ersten Testfahrten von einem „Lifestyle-Kombi“, der nicht nur komfortabel und schick, sondern auch praktisch ist. Der Kofferraum fasst bei umgeklappter Sitzreihe immerhin 1 681 Liter. Die Franzosen bezeichnen das stärkste Dieselaggregat (160 PS) nicht zu Unrecht als „dynamisches Energiebündel“. Die Kombination von Twin-Turbo und 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe macht den 1,6-dCi-Motor zu einem durchaus kräftigen Antrieb, der auf langen wie auch auf schnellen Strecken zu überzeugen weiß. In der mittleren von drei Ausstattungsstufen (Intens) beinhaltet die Kombiversion des Laguna-Nachfolgers eine Einparkhilfe, einen Fahrersitz mit Massagefunktion, Voll-LED-Scheinwerfer, das Renault-R-Link-Onlinemultimediasystem mit integrierter Navigation und großem Touchscreen (8,7 Zoll) sowie eine Verkehrszeichenerkennung. Nicht auszuschließen, dass der Talisman für die Franzosen zum Glücksbringer wird.

Audi A4 Avant 2.0 TFSI

„Schöne Kombis heißen Avant“: Es gibt nur wenige Slogans, die sich so nachhaltig im kollektiven Bewusstsein der Autofreunde eingenistet haben. Und das liegt nicht zuvorderst an der Griffigkeit der Botschaft, sondern vor allem daran, dass der Avant schon immer ein besonders attraktiver Kombi war. Was mit dem Audi-80-Kombi 1992 begann, wird mit der A4-Baureihe seit Jahren nahtlos fortgesetzt. Der neue Verkaufsschlager der Ingolstädter im Kombisegment sieht von außen kaum anders aus als sein Vorgänger. Aber, so formulierten es die Tester der Autobild: „Optik liegt ja eh im Auge des Betrachters.“ Das ist wohl so. Die wichtigsten Neuerungen des Modells verbergen sich im luxuriös eingerichteten Innenraum und unter der Motorhaube: Der Avant ist ein Sportwagen mit geräumiger Transportgelegenheit. Die Heckklappe öffnet sich elektrisch und legt den Blick frei auf sehr ordentliche 1 510 Liter Kofferraumvolumen. Wer seinen Fuhrpark schmücken möchte und nicht aufs Kleingeld achten muss, hat in einer langen Aufpreisliste die Qual der Wahl – ebenso bei der Motorisierung: Der stärkste Selbstzünder etwa bringt mit Allradantrieb 272 PS auf die Straße. Die über Jahrzehnte perfektionierte Kombination von funktionalem Lieferwagen und grimmiger Straßenrakete kostet dann allerdings auch über 60.000 Euro.

Opel Astra Sports Tourer

Mit der neuen Kombiversion des Astra ist Opel ein Erfolg im Kompaktformat gelungen. Der Sports Tourer bietet rund 80 Liter mehr Koerraumvolumen als das Vorgängermodell (jetzt insgesamt 1 630 Liter bei umgeklappter Sitzreihe) und hat überdies zahlreiche nützliche Features zu bieten, die das Beladen und Befördern vereinfachen. Der stärkste Selbstzünder in der Motorpalette treibt den Tourer mit 160 PS nach vorn – der Beiname „Sports“ ist mithin nicht nur ein schmückender. Den Weg weist das touchscreenbasierte Navigationssystem oder auf Wunsch (und gegen Aufpreis) auch das On-Star-System am Innenspiegel. Die Testpresse war ganz begeistert von der freundlichen Dame am Draht, die jedes Wunschziel sofort und ohne Widerworte aufs Display schickt. Nicht die einzige Zubehörüberraschung, die an die Oberklasse erinnert: Massagesitze, eine elektrische Heckklappe und ein beheiztes Lenkrad sorgen für kommodes Reisen auf Opel-Premiumniveau.

Schlagworte: Auto, Autoquartett, Fuhrpark, Kombi

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