Vier Gewinnt

Geländegänger

Sie bieten viel Platz und einen deutlich cooleren Auftritt als Kombis – kein Wunder, dass SUVs nach wie vor gefragt sind. Plug-in-Hybrid-Modelle beruhigen zudem das Gewissen im Hinblick auf den Klimaschutz. Vier Modelle, die in der Großstadt eine ebenso gute Figur machen wie im Gelände.

Von Thomas Müller 08.06.2020

© Hersteller

Land Rover Defender

Ford Kuga

Der Kuga ist Fords Kassenschlager in Europa: Seit dem Debüt im Jahr 2008 hat der Autobauer mit Sitz im US-Staat Michigan das SUV bereits mehr als eine Million Mal verkauft. Die Neuauflage spart rund 100 Kilogramm Gewicht ein im Vergleich zum Vorgänger, bei den Außenmaßen hat der Ford hingegen zugelegt: Er ist jetzt knapp zwei Meter breit und 4,61 Meter lang. Mit der tiefer positionierten Motorhaube sowie einer flacheren Frontscheibe und Dachlinie tritt der Ford zugleich dynamischer auf als zuvor. Die Platzverhältnisse im Innenraum sind großzügig, vorn wie hinten reisen Passagiere auch auf langen Strecken ausgesprochen komfortabel. Das Kofferraumvolumen kann zugunsten von zusätzlicher Beinfreiheit im Fond verkleinert werden und liegt dann bei 475 statt 645 Litern. Ansonsten präsentiert sich der Innenraum mit wertigen Kunststoffen, acht Zoll großem Infotainment-Display und volldigitaler Instrumentenanzeige auf der Höhe der Zeit. Gängige Fahrassistenz-Systeme wie Totwinkel-Warner und Stau-Assistent sind in den höheren Ausstattungsvarianten mit an Bord und sorgen für Sicherheit. Ford bietet den Kuga, wie alle neuen Modelle, auch in elektrifizierten Varianten an. Die Mild-Hybrid-Variante mit Zweiliter-Dieselmotor und unterstützendem Elektromotor leistet 150 PS und ermöglicht jederzeit ein flottes Vorankommen. Die höheren Motorisierungen ermöglichen auch sportlichere Fahrerlebnisse. Das Fahrwerk hält mit und ist straff, ohne dabei unbequem zu sein. So kommt der Ford auf raueren Feldwegen genauso gut voran wie in der Stadt. Der Kuga steht seit Ende April bei den Händlern, die Preise beginnen bei 26.550 Euro.

Mercedes GLA

Bei der holprigen Markteinführung der Mercedes-A-Klasse vor 23 Jahren konnte niemand ahnen, dass später eine ganze Modellfamilie rund um den Kompaktwagen entstehen würde. Das neueste Mitglied ist der kompakte SUV GLA, der äußerlich deutlich bulliger auftritt als sein Vorgänger und im Inneren dank eines längeren Radstandes auf allen Sitzen mehr Platz bietet. Der Kofferraum ist mit 435 Litern nicht üppig, aber ausreichend proportioniert. Der Mercedes gibt sich mit digitalen Instrumenten und großem Infotainment-Display modern – auf Wunsch liest der GLA den Passagieren sogar ihr Horoskop vor. Um ihnen möglichst viel Sicherheit zu bieten, hat das SUV etliche Assistenzsysteme serienmäßig an Bord. Für Vortrieb sorgen Diesel-, Benzin- und Plug-in-Hybridmotoren mit Leistungen zwischen 116 und 224 PS; die stärkeren Varianten sind auch mit Allradantrieb erhältlich. Dazu passen 14 Zentimeter Bodenfreiheit, die auch spontane Ausflüge in leichtes Gelände erlauben. Der GLA steht seit Kurzem zu Preisen ab 37.271 Euro beim Händler.

BMW X5

Die Neuauflage des SUV-Giganten aus Bayern – er bietet Platz für bis zu sieben Personen – wirkt länger und schlanker als der Vorgänger. Dabei hat sich an den Außenmaßen kaum etwas verändert, ein längerer Radstand und kürzere Überhänge sorgen aber für einen dynamischeren Auftritt. Innen gibt es Platz im Überfluss, der Kofferraum fasst 650 Liter. Edles Holz und Leder unterstreichen den Luxusanspruch des Bajuwaren. Technikfans dürfen sich über das volldigitale Cockpit, den großen Touchscreen und die Gestensteuerung freuen. Benzin-, Diesel- und Hybridmotoren mit einer Leistung von bis zu 625 PS lassen bei den Fahrleistungen keine Wünsche offen. Das serienmäßig luftgefederte Fahrwerk und eine Armada von Assistenzsystemen halten den Giganten sicher auf Kurs. Verblüffendes Extra: Der BMW kann auf Knopfdruck die letzten 50 Meter des zurückgelegten Fahrwegs automatisch rückwärts fahren. So viel Luxus lässt sich ab 66.700 Euro genießen.

Land Rover Defender

Berühmt geworden durch die Fernsehserie Daktari, ist der Land Rover Defender bei Offroad-Fans auch heute noch eine Legende. Die neueste Version des Klassikers hat sich vor allem an der Front verändert – dank seiner Kastenform und des kantigen Hecks ist der „Landy“ aber immer noch leicht zu erkennen. Innen dagegen ist vieles neu, beispielsweise das jüngst entwickelte Infotainment-System. Überraschend: Auf dem optionalen Klappsitz vor der Mittelkonsole kann sogar ein dritter Passagier in der ersten Reihe sitzen. Der Kofferraum des längeren Modells Defender 110 fasst üppige 857 Liter. Als Motorisierung stehen Benzin-, Diesel- und Plug-in-Hybridaggregate mit Leistungen zwischen 200 und 400 PS zur Verfügung, die zusammen mit dem stets aktiven Allradantrieb den Weg durch beinahe jedes Gelände ebnen. Assistenzsysteme wie Kameras an der Front, die dem Fahrer den Untergrund zeigen, sorgen für noch mehr Geländetauglichkeit. Der Einstieg in den seit Frühjahr erhältlichen Defender 110 kostet mindestens 55.600 Euro, die kürzere Version rollt in diesen Tagen zu den Händlern und beginnt bei 49.700 Euro.

Schlagworte: Autoquartett, SUV

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