Comeback von Karstadt

Karstadt eröffnete in den Berliner Gropius Passagen den ersten neuen Warenhaus-Standort seit Jahrzehnten. Für die neue Filiale unterzeichnete der Konzern einen langfristigen Mietvertrag. Die Eröffnung einer weiteren Filiale in Berlin-Tegel, ist bereits geplant.

26.10.2018

© Karstadt/Florian Pappert

„Wir haben in den Gropius Passagen ein völlig neues Einkaufserlebnis geschaffen: Ein individuell auf den Standort zugeschnittenes Angebot, bei dem stationäre und online Sortimente auf das engste zusammenwachsen”, erklärt Karstadt–CEO Stephan Fanderl. „Dieser Standort hat soziodemografisch ein erhebliches Entwicklungspotenzial und wir erwarten dementsprechend einen starken Zuwachs an Kaufkraft. Unsere Kunden kommen nicht nur aus der unmittelbaren Nachbarschaft, sondern auch aus den umliegenden, stark wachsenden Gemeinden.“

Die neue Filiale in den Gropius Passagen umfasst rund 7.900 Quadratmeter Verkaufsfläche auf drei Etagen. Angefangen beim modernen Ladenbau bis hin zum Einsatz digitaler Informationsplattformen soll der Einkauf in dem neuen Warenhaus ein besonderes Erlebnis werden. Alle Mitarbeiter sind mit mobilen Endgeräten ausgestattet und in der ganzen Filiale finden sich digitale Informationspunkte. Selbständig oder gemeinsam mit einem Mitarbeiter können die Kunden dort an großen Bildschirmen durch das Sortiment der Filiale und von karstadt.de stöbern.

Auch eine Bestellmöglichkeit von Produkten – in die Filiale, nach Hause oder in eine andere Berliner Filiale – ist über diesen Service möglich. Neben der Filiale in den Gropius Passagen ist für 2019 oder 2020 bereits ein weiteres Warenhaus in Tegel geplant. Die beiden neuen Warenhäuser erweitern das bestehende Karstadt-Filialnetz in Berlin jeweils nach Süden und Norden.

Partnerschaftliche Zusammenarbeit
„Die neue Filiale in den Gropius Passagen ist für uns ein weiterer wichtiger Schritt in der erfolgreichen und partnerschaftlichen Zusammenarbeit mit Karstadt“, sagt Andreas Hohlmann, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Unibail-Rodamco-Westfield Germany. Die Eigentümer der Gropius Passagen, Investmentmanager TH Real Estate und Unibail-Rodamco-Westfield Germany, modernisieren das geschichtsträchtige Shoppingcenter seit Herbst 2014 mit einem Gesamtinvestment von rund 125 Millionen Euro. Das Center erhielt bereits ein helleres und offeneres Design, die Einweihung des neuen Gastronomiebereichs ist für Ende November 2018 geplant.

„Repositionierungen und Erweiterungen stellen für uns als Investor in der aktuellen Marktsituation die beste Möglichkeit dar, aktiv Wertschöpfung zu betreiben“, sagt Frederik Sarnes, Retail Asset Manager von TH Real Estate. „Mit der Modernisierung und den zahlreichen neuen Mietern richten wir die Gropius Passagen nach den zukünftigen und lokalen Anforderungen aus, die sowohl unsere Kunden als auch Mieter an heutige Shopping-Center stellen. Die Gropius Passagen haben schon jetzt eine unbestritten große Bedeutung für den Berliner Süden und wir sehen in Zukunft steigende Besucherzahlen und Umsätze.”

Schlagworte: Berlin, Shoppingcenter, Warenhaus, Gropius Passagen, Karstadt

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