Textilbündnis: Internationale Verankerung angestrebt

Die deutsche Textilwirtschaft sieht in der Gründung des Textilbündnisses einen Paradigmenwechsel bei der Gestaltung der deutschen Entwicklungszusammenarbeit.

16.10.2015

Nur gemeinsam könnten die sozialen und ökologischen Produktionsbedingungen in bestimmten Lieferländern nachhaltig verbessert werden. Das Bündnis könne zur Aktionsplattform für eine Allianz werden, die sich auf internationaler Ebene für eine nachhaltige textile Lieferkette einsetzt. „Deshalb engagieren sich Unternehmen und Wirtschaftsverbände für den Erfolg des Projekts “, sagt Ingeborg Neumann.


„Hier ist auch die Politik gefragt, den zwischenstaatlichen Prozess zum Erfolg zu führen.“  – Josef Sanktjohanser, Präsident des Handelsverbandes Deutschland


Nach dem Beitritt der beiden Dachverbände und zahlreicher Unternehmen aus Handel und Industrie im Juni haben die Verbände eine Informationskampagne aufgesetzt und systematisch über Ziele und Inhalte des Textilbündnisses informiert. Seitdem konnten mehr als 60 Unternehmen als neue Bündnismitglieder geworben werden, sagt der HDE. Die Textilwirtschaft strebe eine möglichst breite internationale Verankerung an, um genügend Schubkraft für Verbesserungen in den Produktionsländern und Wettbewerbsgleichheit zu ermöglichen. „Hier ist auch die Politik gefragt, den zwischenstaatlichen Prozess zum Erfolg zu führen“, sagt Josef Sanktjohanser.

Deshalb ist für die Arbeitsgruppen des „Textilbündnisses“ sei ein ambitionierter Zeitplan vereinbart worden. Insbesondere zur Produktionsökologie und zu fairen Arbeitsbedingungen werden in 2016 erste substanzielle Ergebnisse erwartet, so der HDE.


Folgende Erfolge hat das Textilbündnis laut HDE bereits erreicht:

- Der Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie und der HDE haben gemeinsam mit den Mitgliedsverbänden eine Reihe von Informationsveranstaltungen für mehr als 300 Unternehmen durchgeführt. Weitere Veranstaltungen sind bereits terminiert.

– Das „Forum Nachhaltigkeit“ wurde vom Gesamtverband textil+modeaufgebaut. Dort finden Unternehmen neben speziellen Informationen zu Corporate Social Responsibility auch Leitfäden und Online-Tools zur Umsetzung von CSRStrategien.

– Der Code of Conduct der deutschen Textil- und Modeindustrie wurde überarbeitet und aktualisiert.

– Präsidentin Ingeborg Neumann hat im Juni 2015 mit Industrievertretern der G7-Staaten über globale Lieferketten gesprochen.

– t+m engagiert sich auch in der Flagship-Initiative der OECD zur Lieferkette.

– In sämtlichen Bündnis-Gremien arbeiten die Verbände sowie Unternehmensvertreter engagiert mit.

Schlagworte: Textilhandel, Textilbranche, HDE

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