Potenzial der Sharing Economy

Flexible Mietmodelle sind für die Mehrheit der Konsumenten in Deutschland interessant. Besonders beliebt sind diese bei Fahrzeugen sowie Heimwerker- und Gartenartikeln.

19.09.2017

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Das zeigt das aktuelle Consumer Barometer von KPMG und IFH Köln, das sich der Sharing Economy und flexiblen Abo-Modellen widmet. Die Ergebnisse der bevölkerungsrepräsentativen Befragung von rund 500 Konsumenten machen das Potenzial deutlich: So hat zwar erst jeder Sechste schon einmal ein Mietmodell genutzt, 43 Prozent der Befragten können sich dies aber sehr gut vorstellen.

„Mieten statt kaufen“ ist aktuell besonders bei Fahrzeugen sowie Heimwerker- und Gartenartikeln gefragt. Sieben von zehn Konsumenten, die schon einmal Mietmodelle genutzt haben, griffen hierbei zu Auto oder Fahrrad. Werkzeuge, Rasenmäher und Co. haben rund vier von zehn Mietmodell-Nutzern gemietet. Das Interesse an einem größeren Angebot ist hoch: Branchenübergreifend wünschen sich zwei Drittel der Nutzer und mehr als jeder zweite Interessierte, dass Unternehmen zukünftig mehr Produkte zum Mieten anbieten.

„In einer Zeit, in der die Lebenszyklen von technischen Geräten immer kürzer werden, ist abzuwägen, nicht mehr jedes Produkt zu kaufen, wenn es schon morgen eine neuere Version gibt. Ebenso Produkte, die nur saisonal benötigt werden, wie der Vertikutierer für den Rasen im Frühjahr, das Jugendbett für einen bestimmten Lebensabschnitt oder sogar Kleidung bedarfsgerecht für einen bestimmten Anlass und Zeitraum zu mieten, statt sie zu kaufen, kann in Zukunft die Lösung sein“, so Mark Sievers, Head of Consumer Markets bei KPMG.

Neben Mietmodellen gehören auch flexible Abo-Konzepte zu den Konsummodellen der Zukunft: Aktuell haben zwar erst 13 Prozent der Befragten schon einmal Produkte abonniert, die sie regelmäßig brauchen, wie etwa Rasierklingen oder Lebensmittel – immerhin jeder Dritte äußert zudem Interesse an einem solchen Abonnement.

Der Blick auf die Kriterien, die Abo- und Mietmodelle aus Konsumentensicht erfüllen müssen, zeigt: Für knapp 84 Prozent der Befragten ist ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis entscheidend. Auch Sicherheit, Flexibilität und Convenience spielen eine große Rolle. So legen 81 Prozent der Konsumenten Wert auf eine kostenfreie und flexible Lieferung. Für drei von vier Befragten ist die Möglichkeit wichtig, Miete oder Abo flexibel pausieren lassen zu können.

„Der Charme  von Miet- und  Abo-Modellen  liegt natürlich auch  darin, dass sie  dem  steigenden Convenience-Bedürfnis der Konsumenten entgegenkommen. Bei Abo-Modellen müssen Nutzer beispielsweise nicht mehr selbst an den Kauf regelmäßig benötigter Produkte, wie Rasierklingen oder Hundefutter, denken. Durch besondere Flexibilität, zum Beispiel bei den Lieferintervallen, kann der Kundenmehrwert noch gesteigert werden“, erklärt Kai Hudetz, Geschäftsführer des IFH Köln.

Die komplette Ausgabe des aktuellen Consumer Barometers finden Sie hier.

Schlagworte: Consumer Barometer, IFH Köln, KPMG, Studie, Mieten, Sharing Economy

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