Rechtssicherheit im Umgang mit Minijobbern stärken

Der HDE informiert über die Stellung von geringfügig Beschäftigten.

10.01.2016

Dank der stabilen Konjunktur erweist sich der Einzelhandel zunehmend als Jobmotor. Zu den rund drei Millionen in der Branche Beschäftigten gehören auch die Minijobber. Obwohl sie in vielen Unternehmen präsent sind, besteht in der Praxis jedoch häufig Unsicherheit hinsichtlich ihrer rechtlichen Stellung. Das ist erstaunlich angesichts der Bedeutung, die Minijobber noch immer für den Handel besitzen: Zwar ist die Zahl der Minijobber im deutschen Einzelhandel seit einiger Zeit rückläufig, jedoch sorgen in Deutschland noch immer rund 900 000 geringfügig Beschäftigte dafür, dass Arbeitgeber weitgehend auf den Einsatz von Zeitarbeitnehmer/-innen verzichten können.

Um die Rechtssicherheit im Umgang mit Minijobbern zu stärken, hat der HDE eine Informationsbroschüre für seine Mitgliedsunternehmen erarbeitet. „Wir wollen bei den Handelsunternehmen für mehr Klarheit sorgen. Verstöße gegen Arbeitnehmerrechte sind bei Minijobbern genauso inakzeptabel wie bei allen anderen Arbeitnehmern“, so Heribert Jöris, Geschäftsführer des HDE für Arbeit, Bildung, Sozial- und Tarifpolitik.


Die Informationsbroschüre steht hier zum Download bereit.


So sollten Arbeitgeber wissen, dass Minijobber vielfach die gleichen Rechte genießen wie ihre sozialversicherungspflichtigen Kollegen, etwa beim bezahlten gesetzlichen Mindesturlaub oder bei der Entgeltfortzahlung im Krankheitsfall. Die Broschüre zeigt außerdem, dass ein Minijobber für die Unternehmen keineswegs immer die kostengünstigere Lösung darstellt. „Es kann sich sowohl für Arbeitgeber als auch für Arbeitnehmer lohnen, dort, wo dies organisatorisch möglich ist, über eine Umwandlung des Minijobs in eine sozialversicherungspflichtige Teilzeitbeschäftigung nachzudenken“, betont Jöris.

Schlagworte: Arbeitsrecht, Minijobs, Minijobber, Recht

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