HDE-Präsident fordert Freiraum für Investitionen

Beim Besuch der SPD-Generalsekretärin Katarina Barley auf dem Deutschen Handelskongress in Berlin machte HDE-Präsident Josef Sanktjohanser deutlich, dass die Handelsunternehmen mehr Freiräume für Investitionen brauchen.

17.11.2016

© HDE

„Die wirtschaftlichen Erfolge der letzten Jahre sind beileibe keine Selbstläufer. Wir sind mittendrin in gewaltigen Umbrüchen, die uns noch lange beschäftigen werden“, so Sanktjohanser im Gespräch mit Dunja Hayali, die den Kongress moderierte. Die Einzelhändler müssten sich neu aufstellen und investieren, um im immer härter und durch die Digitalisierung immer globaler werdenden Wettbewerb überleben zu können. Der Handel brauche deshalb eine moderne Infrastruktur und Rahmenbedingungen, die seine Wettbewerbsfähigkeit sichern.

„Wer im Zuge der Digitalisierung den Strukturwandel erfolgreich vollziehen und weiter wachsen will, muss investieren können. Doch die Freiräume der Unternehmen dafür sind immer geringer geworden“, so Sanktjohanser weiter. Als Beispiel nannte der HDE-Präsident die GWB-Novelle, die die freie Preisgestaltung des Handels weiter beschneiden soll. Auch drohten Einschränkungen bei der dynamischen Preisgestaltung. Sanktjohanser: „Das alles ist
Klientel-Politik für Hersteller und Erzeuger und schadet den Verbrauchern.“ Denn am Ende seien die Preise damit oft höher als wirtschaftlich notwendig.

Enttäuscht zeigte sich der HDE-Präsident von der EEG-Reform. „Der Handel unterstützt die Ziele der Energiewende. Die Finanzierung des Projekts muss aber fair auf alle Schultern verteilt werden.“ Wenn der Handel weiterhin überproportional zur Kasse gebeten werde, verengten sich insbesondere im Mittelstand die
notwendigen Spielräume für Investitionen und Innovationen.

Schlagworte: Deutscher Handelskongress, Josef Sanktjohanser, Katarina Barley, SPD

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