Handelsberufe auf Spitzenplätzen

Die beiden Handelsberufe Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel sowie Verkäufer/in belegen wie schon in den vergangenen Jahren auch 2015 bei der Zahl der Neuabschlüsse von Ausbildungsverträgen Spitzenplätze.

19.01.2016

So stellte der Einzelhandel in Deutschland letztes Jahr mehr als 26.000 Auszubildende zum Kaufmann oder zur Kauffrau ein, bei den Verkäufern und Verkäuferinnen waren es mehr als 24.000. Damit liegen die beiden Ausbildungsberufe auf den Plätzen zwei und drei der gefragtesten Ausbildungsgänge.

„Wie schon in den Jahren zuvor, zeigt der Einzelhandel, dass er seine Verantwortung für die Ausbildung der jungen Generation ernst nimmt“, sagt Wilfried Malcher, Geschäftsführer des Handelsverbands Deutschland.

Suche nach Kandidaten schwierig

Gleichzeitig wird die Suche nach geeigneten Bewerbern für die Branche aber immer schwieriger. So wurden im Vergleich zu 2014 insgesamt 1,7 Prozent weniger Ausbildungsverträge in den beiden Kernberufen des Handels abgeschlossen. „Die Unternehmen haben oft Probleme motivierte und geeignete Bewerber zu finden. Schulen und Politik dürfen sich nicht nur auf die Studienquote und die Akademisierung konzentrieren“, so Malcher. Ausbildungsberufe müssten gesamtgesellschaftlich wieder einen höheren Stellenwert bekommen. Darüber hinaus müsse die Berufsorientierung gerade in Gymnasien neben akademischen Berufen auch die gleichwertigen Chancen durch Berufsausbildung herausstellen.

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