Gute Arbeitsbedingungen im Handel

Die Bundesregierung stellt der Personalarbeit im Einzelhandel ein gutes Zeugnis aus. So bestätigt eine Erwerbstätigenbefragung durch die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin die „überwiegend eine positive Entwicklung der Arbeitsbedingungen im Einzelhandel“.

17.02.2016

Insbesondere der Arbeitsbelastung und Arbeitsverdichtung schneidet die Branche überdurchschnittlich gut ab. Die Arbeitnehmer geben im Vergleich zu anderen Branchen deutlich seltener an, unter schwierigen Umgebungsbedingungen arbeiten zu müssen. Die Bundesregierung stellt außerdem ausdrücklich fest, dass keineswegs ursächlich von den Arbeitsbelastungen auf gesundheitliche Beschwerden an Arbeitstagen geschlossen werden kann. „Die meisten Beschäftigten im Einzelhandel sind mit ihrer Arbeit zufrieden. Die Aufstiegschancen sind sehr gut und die Jobs sind abwechslungsreich“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Gleichzeitig stellt die Bundesregierung in ihrer Antwort klar, dass im Einzelhandel nur sehr vereinzelt Zeitarbeitnehmer eingesetzt werden. So liegt die Quote gerade einmal bei 0,5 Prozent aller Beschäftigten der Branche und damit weit unter dem Durchschnitt der Gesamtwirtschaft. Und auch das Vorurteil, im Handel – also im Groß- und Einzelhandel – seien die Mitarbeiter aufgrund zu geringer Löhne auf ergänzende Hartz-IV-Leistungen angewiesen, lässt sich nach den Zahlen der Bundesregierung, nicht halten. Denn danach liegt die Quote der Aufstocker bei gerade einmal vier Prozent, wobei im Einzelfall nicht festgestellt wurde, ob der Anspruch auf Hartz-IV-Leistungen durch die familiäre Situation, eine nur in Teilzeit ausgeübte Beschäftigung oder tatsächlich durch einen niedrigen Stundenlohn entstanden ist. Genth: „Die Antworten der Bundesregierung machen deutlich: Die Arbeitsbedingungen im Handel sind gut, liegen im Branchenvergleich sogar oft über dem Durchschnitt.“

Schlagworte: Bundesregierung, HDE, Stefan Genth, Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, Arbeitnehmer

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