Schwarz-Gruppe will Entsorgungsgeschäft stärken

 

Die Schwarz-Gruppe übernimmt offenbar den größten Teil des Entsorgungsgeschäfts des französischen Suez-Konzerns in Deutschland, den Niederlanden, Polen und Luxemburg. Die Schwarz-Tochter Prezero schloss eine entsprechende Vereinbarung mit Suez über exklusive Verhandlungen ab.

 

Der Umsatz der Umweltmanagementsparte Prezero soll sich dadurch auf mehr als 1,5 Milliarden Euro verdreifachen, berichtet die Lebensmittelzeitung. Bei dem zur Verhandlung stehenden Paket gehe es um rund 6700 Mitarbeiter an 125 Standorten, die im vergangenen Jahr einen Umsatz von 1,1 Milliarden Euro und ein Ergebnis vor Steuern von rund 100 Millionen Euro erwirtschaftet haben. Prezero beschäftigt derzeit rund 3600 Mitarbeiter an 90 Standorten in Europa und in den USA.

 

Die Absichtserklärung der Parteien Prezero und Suez beinhaltet nicht das Kunststoffrecycling, die Entsorgung gefährlicher Abfälle und von Sondermüll. Die 100-prozentige Suez-Tochter BellandVision, das Duale System von Suez, ist von den Übernahmeverhandlungen nicht betroffen. PreZero Dual wird zum 1. Januar 2021 in allen 16 Bundesländern mit einem eigenen Dualen System vertreten sein. PreZero Dual war bereits zum 1. Januar 2020 in vorerst sieben Bundesländern gestartet. Die weiteren Systemgenehmigungen gemäß Verpackungsgesetz wurden in den vergangenen Monaten eingeholt – die letzte noch ausstehende Feststellung wurde nun durch das zuständige Landesministerium in Schleswig-Holstein erteilt und am 24. August 2020 im Amtsblatt veröffentlicht. Aktuell werden bei PreZero Dual Verkaufsverpackungen von Kaufland und Lidl sowie von rund 700 zugehörigen Lieferanten lizensiert. 

 

Zur News-Übersicht geht es hier.