Pimkie meldet in Deutschland Insolvenz an

 

Die Framode GmbH mit Sitz im badischen Willstätt, die seit 1988 die Pimkie-Filialen in Deutschland betreibt, hat beim zuständigen Amtsgericht in Offenburg ein Schutzschirmverfahren beantragt. Das angeschlagene Mode-Unternehmen konnte die Auswirkungen der Corona-Krise nicht verarbeiten.

 

Unter dem Schutzschirm, der bis zu drei Monaten besteht, setzen wir unseren Transformationsprozess weiter um“, so Framode-Geschäftsführer Patrik van der Linden. „Wir wollen in möglichst vielen Regionen mit Pimkie-Stores präsent bleiben und gleichzeitig unsere digitale Präsenz konsequent ausbauen“. Die in Düsseldorf ansässige Restrukturierungsberatung Plenovia begleitet die weitere Entwicklung des Geschäftsmodells sowie die betriebswirtschaftliche Umsetzung der Maßnahmen. 

 

„Wir sehen sehr gute Chancen, gemeinsam mit den Gläubigern zum gegenseitigen wirtschaftlichen Vorteil eine bekannte und anerkannte Marke dauerhaft zu stärken und einen für alle Beteiligten wirtschaftlich vernünftigen Insolvenzplan zu gestalten“, so Rechtsanwältin Katrin Schröder von der internationalen Wirtschaftskanzlei Osborne Clarke. Sie berät die Geschäftsleitung der Framode GmbH zu allen juristischen Aspekten der Restrukturierung. Die Pimkie-Stores in Österreich oder Schwestergesellschaften der Framode GmbH nehmen nicht an dem beantragten Schutzschirmverfahren teil.

 

Framode führt derzeit 75 Pimkie-Filialen in Deutschland und beschäftigt insgesamt gut 350 Mitarbeiter. Der Jahresumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2019 auf knapp 50 Millionen Euro. Pimkie wurde 1971 in Frankreich gegründet, seit 1988 ist die Marke auch auf dem deutschen Markt vertreten. 

 

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