HDE kritisiert Pläne für Anspruch auf mobile Arbeit

 

Der Handelsverband Deutschland (HDE) lehnt einen Rechtsanspruch auf mobile Arbeit beziehungsweise Homeoffice ab. Das geplante Gesetz sei überflüssig und stelle einen tiefen Eingriff in das Weisungsrecht des Arbeitgebers dar, teilt der Verband mit.

 

Auch einen Erörterungsanspruch sowie eine digitale Arbeitszeiterfassung bei mobiler Arbeit seien wegen der zusätzlichen Bürokratie strikt abzulehnen. „Die Handelsunternehmen haben aktuell genug damit zu tun, die Auswirkungen einer wieder stärker werdenden Coronapandemie zu bewältigen. Die Schaffung eines hochbürokratischen neuen Rechtsanspruchs auf mobile Arbeit käme da zur Unzeit“, kritisiert HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Im Übrigen habe die Coronakrise deutlich gezeigt: Wenn mobile Arbeit beziehungsweise Homeoffice im Arbeitsverhältnis möglich sei, werde es bereits heute einvernehmlich millionenfach in Deutschland so praktiziert. „Ein Rechtsanspruch gefährdet grundlos das in vielen Betrieben entstandene Vertrauen während der Coronakrise“, so Genth weiter.

 

In einem Interview hat Arbeitsminister Hubertus Heil kürzlich erstmals konkrete Inhalte seines geplanten Gesetzes vorgestellt. Demnach sollen Beschäftigte unter anderem einen Anspruch auf mobiles Arbeiten in Höhe von 24 Tagen pro Jahr erhalten, sofern sich die Tätigkeit dafür eignet und betriebliche Gründe nicht dagegen sprechen. Für darüberhinausgehende Zeiten ist zudem ein Erörterungsanspruch geplant.

 

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