Rewe muss auf Lekkerland verzichten

 


Die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat die Übernahme von Lekkerland durch Rewe untersagt. Der Großhändler in Österreich bleibt ein eigenständiges Unternehmen, dessen Anteile bei den ursprünglichen Anteilseignern verbleiben.

 

Rewe hat den in Österreich operativ tätigen Teil von Lekkerland aus dem Zusammenschlussprojekt ausgegliedert. "Durch die Herausnahme des operativen Teils des Zielunternehmens in Österreich, entfallen aus Sicht der BWB die wettbewerblich relevanten Bedenken", berichtet die Lebensmittelzeitung aus einer neuen Mitteilung der Behörde. Eine Ausgliederung der operativen Aktivitäten in Österreich sei möglich, weil das Geschäft auch bislang schon weitestgehend autark und insbesondere unabhängig von Lekkerland Deutschland geführt worden sei.

 

Rewe kann den Zusammenschluss in fünf Jahren erneut prüfen lassen. "Für den Fall, dass sich innerhalb der Geltungsdauer der Auflagen maßgebliche Umstände oder Rahmenbedingungen oder die wirtschaftlichen Verhältnisse ändern, und/oder sich die Auflagen als untunlich erweisen, werden die Amtsparteien und Rewe Gespräche über eine Änderung oder Aufhebung der Auflagen führen", heißt es hier vonseiten der BWB. Das deutsche Bundeskartellamt hatte die Übernahme bereits ohne Auflagen genehmigt.

 

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