Zalando profitiert vom Trend zum Onlinekauf in der Coronakrise

 

Die Coronapandemie beschert Zalando weiterhin schwungvolle Geschäfte. Im dritten Quartal konnte der Internethändler seinen Umsatz um fast 22 Prozent auf 1,85 Milliarden Euro steigern, wie der MDax-Konzern mitteilt.

 

Neben der steigenden Nachfrage der Kunden nach Digitalangeboten im Zuge der Coronakrise profitiert das Unternehmen auch von der guten Entwicklung der Partnerprogramme - hier verdient Zalando mit, wenn Händler auf seiner Internetplattform Waren verkaufen. Der Konzern bietet Markenherstellern Platz für ihr Geschäft, was für diese wegen der erschwerten Corona-Bedingungen in den Ladengeschäften besonders wichtig ist.

 

Auch den wieder stark ansteigenden Infektionszahlen und den neuerlichen Restriktionen sieht Zalando gelassener entgegen. "Die zweite Welle der Corona-Pandemie startet zwar deutlich heftiger als erwartet, aber wird sind viel besser vorbereitet als zu Beginn der Pandemie", betont Schröder laut Mitteilung.
 

Wertberichtigungen aufgrund der Pandemie aufgelöst

Da sich die Kollektionen aus dem Frühjahr und Sommer außergewöhnlich stark abverkauften, konnte Zalando wie bereits bekannt Wertberichtigungen in Höhe von 35 Millionen Euro auflösen, die der Konzern wegen der Pandemie vorsorglich vorgenommen hatte. Dies wirkte sich im Berichtszeitraum positiv auf die Profitabilität aus, aber auch Effizienzsteigerungen trugen zu einem höheren Gewinn bei.

 

Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) erreichte mit 118,2 Millionen ein Vielfaches des Vergleichswertes aus dem Vorjahr von 6,3 Millionen Euro. Unter dem Strich erwirtschaftete Zalando 58,5 Millionen Gewinn, nachdem ein Jahr zuvor noch ein Verlust von 13,6 Millionen Euro angefallen war. Wegen des starken dritten Quartals hatte das Zalando-Management bereits Anfang Oktober die Jahresziele angehoben.

 

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