Einzelhandel bietet die meisten Ausbildungsplätze

 

Die beiden Kernberufe des Einzelhandels belegen erneut die Spitzenplätze beim Angebot an Ausbildungsstellen. Das teilt der Handelsverband Deutschland (HDE) unter Verweis auf aktuelle Zahlen der Bundesagentur für Arbeit (BA) mit.

 

Am häufigsten waren demnach im Berichtsjahr 2019/20 mit rund 36.000 Ausbildungsangeboten Stellen für angehende Kaufleute im Einzelhandel gemeldet. Auf Platz zwei rangiert der Beruf der Verkäufer/Verkäuferin mit über 25.000 angebotenen Ausbildungsstellen. Mit diesen beiden Berufen stellt der Einzelhandel insgesamt 11,4 Prozent aller angebotenen Ausbildungsstellen in Deutschland und verzeichnet damit ein Plus von einem Prozent im Vergleich zum vorherigen Berichtsjahr.
 

Bewerbungen lohnen sich noch

Im Vergleich zum Vormonatsbericht der BA wird deutlich, dass es eine coronabedingte Aufholjagd bei der Stellenbesetzung gab. Die Zahl der unbesetzten Stellen wurde um zwei Drittel verringert. „Der Handel nimmt seine Verantwortung für die Ausbildung junger Menschen auch in Krisenzeiten sehr ernst. Die Branche hält das Ausbildungsangebot stabil, baut es teilweise sogar aus“, kommentiert HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth die Zahlen.

 

Trotz Aufholjagd bei der Stellenbesetzung sind jedoch noch einige Ausbildungsplätze unbesetzt. So suchten die Händler noch über 4.600 Auszubildende für die dreijährige Ausbildung Kaufmann/Kauffrau im Einzelhandel sowie rund 3.200 Auszubildende für die zweijährige Ausbildung Verkäufer/Verkäuferin. „Schnelle Bewerbungen im Einzelhandel lohnen sich auch noch Anfang November“, stellt Genth fest. Coronabedingt komme es in diesem Jahr zu einer Verschiebung der Einstellungsphase, die bis in den Winter hineinreichen werde.

 

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