Trotz Verlusten: Zalando blickt zuversichtlich aufs Geschäftsjahr

 

Trotz hoher Verluste in der Coronakrise geht der Online-Modehändler Zalando von einem profitablen Geschäftsjahr aus. Das Berliner Unternehmen hat aufgrund der einbrechenden Nachfrage in der Krise im ersten Quartal einen Verlust von 86,4 Millionen Euro gemacht. Im Vorjahreszeitraum hatte das Minus noch bei 17,6 Millionen Euro gelegen.

 

Der bereinigte Betriebsgewinn lag damals bei 6,4 Millionen Euro. Mit der Pandemie fiel er nun im ersten Quartal auf 98,6 Millionen Euro ins Minus. Grund war auch eine Sonderabschreibung auf den Warenbestand in Höhe von 40 Millionen Euro. Der Umsatz stieg indes um mehr als 10 Prozent auf rund 1,5 Milliarden Euro.

 

Konzernchef Rubin Ritter und Finanzchef David Schröder äußern sich zuversichtlich, die Krise überstanden zu haben. "Als Unternehmen haben wir schnell Antworten auf die Herausforderungen im März gefunden und wir sehen eine deutlich positivere Entwicklung in den ersten Wochen des zweiten Quartals", sagt Schröder.

 

Zalando setzt dabei auf einen beschleunigten Wandel von stationärem zu Online-Handel: Die Zahl aktiver Kunden habe im ersten Quartal um rund 17 Prozent auf knapp 32 Millionen zugenommen, sagt Ritter. Viele neue Unternehmen hätten sich zudem dem Partnerprogramm angeschlossen, in dessen Rahmen die Marken ihre Produkte selbst auf der Zalando-Plattform vermarkten können.

 

Zalando hatte in der Krise ein Sparpaket von 350 Millionen Euro angekündigt, das unter anderem durch Gehaltsverzicht des Vorstands sowie der unteren Managementebene zustande kommen sollte. Auch die Investitionen sollen sinken. Das Unternehmen geht daher davon aus, den Umsatz im laufenden Jahr um 10 bis 20 Prozent steigern zu können.

 

 

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