Einzelhandel in NRW: Umfrage lässt Belebung erkennen

 

Die erste Woche der unbeschränkten Öffnung im NRW-Einzelhandel bei gleichzeitigen ersten Öffnungen der Gastronomiebetriebe seit dem 11. Mai lässt Zuwächse bei Kundenfrequenzen und Umsätzen erkennen, so das Ergebnis der regelmäßigen wöchentlichen Umfrage des Handelsverbandes Nordrhein-Westfalen.

 

Die Kundenfrequenzen sind demnach in derWoche vom 11. bis 15. Mai gegenüber den Vorwochen spürbar angestiegen. Der Anteil der Betriebe, die Frequenzen von ca. 60 Prozent der Vorjahreswoche angaben, stieg im Vergleich zur Vorwoche von 18,8 auf 21,2 Prozent. Etwas deutlicher stieg der Anteil mit Kundenfrequenzen von ca. 80 Prozent, nämlich von 15,6 auf 21,2 Prozent.

 

Gleichzeitig sank der Anteil der Betriebe, die lediglich Kundenfrequenzen von bis zu 20 oder 40 Prozent angaben. Dass knapp ein Fünftel der Umfrageteilnehmer sowohl bei Kundenfrequenz als auch beim Umsatz keine Minderungen gegenüber dem Vorjahr angaben, ist laut Handelsverband damit zu erklären, das 25,3 Prozent der teilnehmenden Betriebe zuvor nicht von Schließungen betroffen waren.

 

Ein ebenfalls positiveres Bild im Vergleich zur Vorwoche zeichnet sich bei der Umsatzentwicklung ab: Deutlich gestiegen von 15,5 auf 22,5 Prozent ist der Anteil der Umfrageteilnehmer, deren Umsätze im Vergleich zum Vorjahr die 80 Prozentmarke erreicht haben, während der Anteil derjenigen, deren Umsätze bis zu 20, 40 oder 60 Prozent des Vorjahres ausgemacht haben, gesunken ist. „Es darf aber nicht außer Acht bleiben, dass wir bei weitem noch nicht von einer Normalisierung der Lage sprechen können“, sagt Peter Achten, Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes NRW. „Bei der Hälfte der befragten Unternehmen werden maximal 60 Prozent der Vorjahresumsätze erreicht.“

 

Zur News-Übersicht geht es hier.

Mehr Nachrichten zur Coronakrise

IFH-Analyse

Wie der Fahrradmarkt von der Coronakrise profitiert

Der deutsche Fahrradmarkt ist von 2015 bis 2019 mit einem Umsatzplus von 5,03 Milliarden Euro stark gewachsen. Der wirtschaftliche Einbruch der Coronakrise zeigt sich im Fahrradmarkt nicht, im Gegenteil.

Weihnachtsgeschäft

Frühe Suche nach Geschenken

Weihnachtsgeschenke und Christbaumschmuck auf den letzten Drücker? Nicht in diesem Jahr: Jeder dritte Deutsche (33 Prozent) hat sich 2020 vorgenommen, wesentlich früher mit der Weihnachtsplanung zu beginnen, so eine neue repräsentative Umfrage.

HDE-Konsumbarometer

Langsam auf Erholungskurs

Wie schon in den vergangenen Monaten bleibt die Verbraucherstimmung auch im August nach dem starken Einbruch zu Beginn der Coronakrise auf Erholungskurs, zeigt das HDE-Konsumbarometer. Allerdings verlangsamt sich das Tempo des Anstiegs im Vergleich zum Vormonat.

Coronakrise

Altmaier will Ladensterben in Innenstädten verhindern

Der Handel rechnet mit milliardenschweren Umsatzeinbußen, weil das Geschäft in Innenstädten nicht richtig in Schwung kommt. Bundeswirtschaftsminister Altmaier will gegensteuern - und setzt dabei auch auf Online-Shopping.

E-Commerce

Verbraucher wollen auch nach Corona mehr online kaufen

Aufgrund von Covid-19 und den verhängten Restriktionen haben 59 Prozent der Deutschen mehr online eingekauft als zuvor, so eine neue repräsentative Umfrage. 87 Prozent der Befragten wollen auch in Zukunft in diesem Maße oder sogar zunehmend Produkte im Internet bestellen.