Mode- und Textilbranche fordert mehr Hilfen vom Staat

Mehr als ein Dutzend Mode- und Textilunternehmen haben die Bundesregierung angesichts der Coronakrise zu mehr Hilfen für ihre Branche aufgerufen. In einer gemeinsamen Mitteilung warnen sie vor Pleiten und einem Attraktivitätsverlust der Innenstädte.

 

"Der aktuelle Lock Down des deutschen Modehandels bedroht die Existenz des Handels und der Industrie massiv", heißt es in dem Aufruf mit Blick auf die Schließung vieler Geschäfte im Kampf gegen Sars-CoV-2. Die bisherige Hilfe in Form von Darlehen der staatlichen Förderbank KfW sei nicht ausreichend, weil sie viele Unternehmen gar nicht oder zu spät erreichen würde.

 

"Wir brauchen einen Rettungsschirm, der die Liquidität der Händler unterstützt", so die Unterzeichner. Die Regierung solle den Top 30 Textilunternehmen einen Fonds in Höhe von 850 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Der Einzelhandel könne so alle Lieferungen der Herbst/Winter-Kollektionen erhalten. Die Zahlungen dafür sollen erst ein halbes Jahr später rechtswirksam werden. Verwaltung, Kontrolle und Rückführung des Fonds soll demnach eine unabhängige Wirtschaftsprüfungskanzlei übernehmen.

 

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