Kunden kehren allmählich in die Innenstädte zurück

 

Trotz Corona und Maskenpflicht kehren die Kunden allmählich in die Innenstädte zurück. Das zeigen Frequenzmessungen in den Fußgängerzonen, aber auch Umfragen unter Einzelhändlern. "Es geht langsam wieder aufwärts", sagt der Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Textil (BTE), Rolf Pangels.

 

Gestützt wird diese Einschätzung von Zahlen des auf die Messung von Kundenfrequenzen in den Innenstädten spezialisierten Unternehmens Hystreet. "Es gibt mittlerweile einige Städte, in denen die Besucherfrequenzen in den Einkaufsstraßen das Vorkrisenniveau wieder erreicht oder fast erreicht haben", berichtet Hystreet-Geschäftsführer Julian Aengenvoort. Das gilt etwa für Einkaufsstraßen in Aachen, Dresden. Flensburg oder Kiel. Nach wie vor mit deutlichen Einbußen bei den Kundenzahlen zurecht kommen müssten dagegen Shopping-Meilen, in denen vor der Krise Touristen oder Kunden aus dem benachbarten Ausland eine große Rolle gespielt hätten, berichtet Aengenvoort.

 

Alte Kauflust fehlt noch

Allerdings dürfe die Belebung in den Fußgängerzonen noch nicht mit einer Rückkehr der alten Kauflust gleichgesetzt werden, mahnt BTE-Hauptgeschäftsführer Pangels. "Die Maskenpflicht schreckt viele Leute noch immer ab", sagt der Branchenkenner. Auch wenn die Straßen wieder voller seien, seien in den Länden nach wie vor 20 bis 25 Prozent weniger Kunden zu finden. Anzüge hingen nach wie vor wie Blei in den Regalen. Besser laufe es bei Sommerware. "Aber nach unserer Wahrnehmung kaufen die Leute immer noch nur das Nötigste, um schnell wieder aus den Läden rauszukommen", meint er.

 

Eine Umfrage des Branchen-Fachblatts "Textilwirtschaft" unter stationären Händlern hat ergeben, dass die Umsätze in der vergangenen Woche im Durchschnitt noch acht Prozent unter dem Vorjahresniveau lagen. Dennoch betont die Zeitung: "Es ist das beste Wochenergebnis seit dem Ende des Lockdowns." In der Woche zuvor hatte das Minus noch bei 12 Prozent gelegen, noch eine Woche früher sogar bei 36 Prozent.

 

Bei einer aktuellen Umfrage des Handelsforschungsinstituts IFH hat rund die Hälfte der befragten Konsumenten angegeben, sie würden ohne Maskenpflicht häufiger in die Geschäfte gehen und dort auch mehr stöbern.

 

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