Karstadt-Kaufhof-Chef Fanderl geht

 

Der angeschlagene Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof verliert mitten in der Corona-Krise und im Überlebenskampf seinen Chef: Stephan Fanderl verlässt das Unternehmen. "Die Trennung erfolgt einvernehmlich", heißt es in einer Mitteilung des Warenhausriesen und seines Mutterkonzerns Signa. Auch als Geschäftsführer von Signa Retail tritt Fanderl zurück. Zu den Gründen für die Trennung äußern sich die Unternehmen nicht.

 

Galeria Karstadt Kaufhof soll nun zunächst von Finanzvorstand Miguel Müllenbach, dem Generalbevollmächtigten Arndt Geiwitz und dem vom Gericht bestellten Sachwalter Frank Kebekus geführt werden. Die Manager hatten schon seit Beginn des Schutzschirmverfahrens Anfang April de facto das Sagen bei dem Handelsriesen.

 

Der Abgang von Fanderl kommt nicht überraschend. Schon seit Wochen war der Manager nicht mehr in Erscheinung getreten. Das Unternehmen berichtete, Fanderl habe sich nach einem Bandscheibenschaden den notwendigen Rehabilitationsmaßnahmen unterziehen müssen. In Unternehmenskreisen war allerdings auch von Konflikten Fanderls mit dem Eigentümer der Warenhauskette, dem österreichischen Milliardär René Benko, zu hören.

 

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