BVT: Vorläufige Entwarnung für Passbildgeschäft

 

Die von vielen Fotohändlern und Fotostudios als existenzbedrohend gesehenen Änderungen des Passgesetzes konnten offenbar verhindert werden. Dies teilt der Handelsverband Technik (BVT) anlässlich der Vorstellung eines modifizierten Gesetzentwurfs der Bundesregierung mit.

 

Demnach lässt der aktuelle „Entwurf eines Gesetzes zur Stärkung der Sicherheit im Pass-, Ausweis- und ausländerrechtlichen Dokumentenwesen" dem Kunden die Wahlmöglichkeit, das Lichtbild entweder von einem Fotofachhändler oder durch eine Behörde anzufertigen zu lassen. „Der Gesetzgeber ist unseren guten Argumenten gefolgt, die BVT-Intervention im Schulterschluss mit den Foto-Kooperationen und dem HDE war erfolgreich", so BVT-Vorstandsmitglied Rainer Schorcht.

 

Der Referentenentwurf des Bundesinnenministeriums aus dem Dezember 2019 wollte für neue Ausweisdokumente zwingend Fotos vorschreiben, die am Ort der Antragstellung unter behördlicher Aufsicht gemacht werden. Damit wäre die Herstellung von biometrisch korrekten Fotos im Fotofachhandel oder im Fotostudio gesetzlich ausgeschlossen worden. Wird der neue Gesetzentwurf nun wie vorgelegt beschlossen, müssen Dienstleister wie Foto-Fachhändler und Foto-Studios laut BVT künftig lediglich sicherstellen, dass eine elektronische, medienbruchfreie Übermittlung eines unbearbeiteten Lichtbilds an den Passhersteller auf sicherem Weg erfolgt. 

 

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