Steinhoff verbucht Milliardenverlust

Das Einzelhandelsunternehmen Steinhoff hat im abgelaufenen Geschäftsjahr rote Zahlen geschrieben. Das zeigte sich bei Vorstellung des abschließenden Geschäftsberichtes für das Jahr 2017/18. Wegen Unregelmäßigkeiten in der Bilanz und der dadurch ausgelösten Krise des Unternehmens wurde er erst mit Verspätung vorgelegt.

 

Für das abgelaufene Geschäftsjahr wies der Konzern einen Fehlbetrag von 1,2 Milliarden Euro aus. Ein Jahr zuvor waren es fast 4 Milliarden Euro gewesen. Ende 2017 hatte Steinhoff Probleme öffentlich gemacht, dabei geht es Berichten zufolge vor allem um künstlich aufgeblähte Buchungen und zahlreiche Transaktionen, die in Wirklichkeit nie stattgefunden haben. Unter Verdacht stehen wohl der ehemalige Konzernchef Markus Jooste sowie eine kleine Gruppe weiterer Manager, wie die Nachrichtenagentur DPA berichtet. Laut Steinhoff gehen die Untersuchungen der Angelegenheit weiter.

 

Steinhoff war durch zahlreiche Übernahmen zu einem Weltkonzern herangewachsen, in der Krise hatte sich das Unternehmen aber bereits von einigen Beteiligungen getrennt - so wurde etwa der zum Konzern gehörende deutsche Möbelhändler Poco an Andreas Seifert verkauft, den Mitinhaber der österreichischen Möbelkette XXXLutz. Nun hofft Steinhoff auf grünes Licht für seinen Restrukturierungsplan für das Europa-Geschäft. Mit Gläubigern ausgehandelte Fristen zur Erreichung bestimmter Ziele mussten zuletzt mehrfach verlängert werden.

 

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