Esprit will fast jede zweite Filiale schließen

 

Das Modeunternehmen Esprit will in Deutschland bis Ende November fast jede zweite Filiale schließen und 1.200 Stellen abbauen. Die Maßnahmen sollen zu Kosteneinsparungen von jährlich 100 Millionen Euro führen.

 

Die Entscheidung stellt einen wichtigen Schritt für Esprit dar, nachdem das Management Ende März das Schutzschirmverfahren für die sechs deutschen Tochtergesellschaften beantragte hatte, teilte das Unternehmen mit. Dies geschah vor dem Hintergrund der Lockdowns und der umfassenden Storeschließungen in Asien und Europa aufgrund der COVID-19-Pandemie. 

 

Ziel der Restrukturierungsmaßnahmen ist es, etwa 50 Stores bis vorraussichtlich Ende November 2020 in Deutschland zu schließen. Dies entspricht etwa 50 Prozent der deutschen Retailgeschäfte. Diese "Optimierung", so der angeschlagene Konzern, erfolge zusätzlich zu der bereits im April während des Shutdowns getroffenen Entscheidung, 56 Retail Stores in Asien außerhalb Chinas zu schließen.

 

Der Stellenabbau wird insgesamt etwa 1.200 Angestellte (etwa 20 Prozent der Belegschaft) umfassen, davon 800 Store-Mitarbeiter und 300 Mitarbeiter der Verwaltung in Deutschland sowie 100 Mitarbeiter am Standort Hongkong. Rund 1.100 der betroffenen Stellen werden in Deutschland abgebaut. Der beabsichtigte Personalabbau werde derzeit mit den zuständigen Betriebsräten verhandelt. Darüber hinaus werde über weitere Gehalts- und Leistungskürzungen für Mitarbeiter der Verwaltung diskutiert. Die Umsetzung der Maßnahmen werde zu jährlichen Einsparungen in Höhe von mehr als 100 Millionen Euro führen, so das Modeunternehmen. Die einmaligen Implementierungskosten beliefen sich auf etwa 55 Millionen Euro.

 

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