Ein Drittel der Verbraucher zahlt seltener bar

 

Elektronisches Bezahlen ist in der Coronakrise auch in Deutschland auf dem Vormarsch, so eine neue Umfrage. 35 Prozent der Befragten gaben an, zum Schutz vor möglichen Ansteckungen seit Beginn der Pandemie in Geschäften seltener bar zu zahlen.

 

31 Prozent blieben hingegen bei der Barzahlung, so das Ergebnis der Umfrage der Meinungsforscher von YouGov. Sie beglichen ihre Einkäufe nach eigenen Angaben vor der Krise hauptsächlich mit Scheinen und Münzen und änderten daran in der Pandemie nichts. In anderen europäischen Ländern änderte sich das Zahlungsverhalten der Umfrage zufolge stärker. Seltener als vor dem Coronavirusausbruch beglichen 37 Prozent der Franzosen ihre Einkäufe mit Bargeld. Unter den Briten sagte das sogar die Hälfte der Bevölkerung (50 Prozent). In Dänemark waren es zwar nur 29 Prozent und in Schweden 11 Prozent. In den beiden skandinavischen Ländern ist Bezahlen ohne Scheine und Münzen allerdings schon stark verbreitet.

 

So gaben 75 Prozent der Befragten in Schweden und 59 Prozent in Dänemark an, sie hätten schon vor der Krise meistens kein Bargeld verwendet. In Deutschland waren es nur 24 Prozent. Vor allem Kleinstbeträge begleichen viele Menschen (84 Prozent) hierzulande bar. Das YouGov-Institut befragte 2049 Menschen in Deutschland, 1734 Briten, 1011 Franzosen, 1010 Dänen und 1007 Schweden.

 

Laut einer jüngsten Bundesbank-Umfrage änderten zuletzt 43 Prozent der Menschen in Deutschland in der Coronakrise ihr Zahlungsverhalten. Anfang April waren es nur 25 Prozent. "Von denen, die etwas änderten, zahlen jetzt 68 Prozent häufiger kontaktlos mit Karte", sagte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz Anfang Mai in einem Interview. Ein Grund dafür sei, dass die Kreditwirtschaft das Limit für kontaktlose Zahlungen mit Karte - ohne PIN - von 25 auf 50 Euro verdoppelt hat.

 

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