Metro lehnt tschechische Übernahme-Offerte ab

Vorstand und Aufsichtsrat der Metro AG empfehlen ihren Aktionären, das Übernahme-Angebot einer tschechischen Holdinggesellschaft nicht anzunehmen. Das teilt das Unternehmen mit. Hauptgründe sind demnach eine Unterbewertung des Handelskonzerns und der hohe Anteil von Fremdkapital bei der Finanzierung des Angebots.

 

Vorstand und Aufsichtsrat sind laut Mitteilung der Auffassung, dass die Angebotspreise von 16 Euro je Metro-Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie Metro im Hinblick auf Ertragskraft und Wertperspektive nicht gerecht würden. Aufgrund des hohen Anteils an Fremdkapital, mit dem die vom Investor Daniel Kretinsky kontrollierte EP Global Commerce VI (EPGC) die Übernahme finanzieren will, fürchten die Metro-Lenker um die operative Flexibilität und strategische Handlungsfähigkeit des Unternehmens.

 

Olaf Koch, Vorsitzender des Metro-Vorstands, sagt: "Metro ist aus Sicht von Vorstand und Aufsichtsrat bereits heute in der Lage, auf das sich dynamisch entwickelnde Marktumfeld zu reagieren. Wir halten den von EPGC offerierten Preis für nicht angemessen, weil er Metro erheblich unterbewertet, und empfehlen unseren Aktionären auch nach Prüfung der weiteren Konditionen, das Angebot nicht anzunehmen.“ Koch sagt aber auch: "Wir sind gegenüber Änderungen im Aktionärskreis aufgeschlossen." Ganz verschließen will sich das Unternehmen also nicht.

 

Weiter heißt es, Vorstand und Aufsichtsrat begrüßten die grundsätzliche Unterstützung des weit fortgeschrittenen Transformationsprozesses von Metro seitens EPGC und stünden einem konstruktiven Dialog weiterhin offen gegenüber. Teil dieses Tranformationsprozesses seien auch der Verkauf von Real und die Suche nach einem strategischen Partner für das China-Geschäft.

 

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