Poker um Metro geht in die Schlussphase

Der Kampf um den Handelskonzern Metro geht in die Schlussphase. Kurz vor Ende der Annahmefrist für das freiwillige Übernahmeangebot des tschechischen Milliardärs Daniel Kretinsky konnte das Bieterkonsortium EPGC nur rund 36,5 Prozent der Aktien einsammeln. Das teilt das Konsortium mit. 

 

Der Milliardär bietet den Metro-Aktionären einen Preis von 16 Euro je Stammaktie und 13,80 Euro je Vorzugsaktie. Er bewertet den Handelskonzern demnach mit rund 5,8 Milliarden Euro. Es gibt allerdings eine Bedingung für das Angebot: Dass Kretinsky sich damit mindestens 67,5 Prozent aller Stammaktien sichern kann.

 

Das scheint nicht zu klappen. Zum einen hat die Metro-Konzernspitze das Angebot als zu niedrig bewertet. Zum anderen haben auch zwei Großaktionäre das Angebot zurückgewiesen und angekündigt, ihre Stimmrechte zu bündeln und weitere Aktien zu kaufen. Verhandlungen zwischen Kretinsky und den Goßaktionären bleiben Berichten zufolge ohne Ergebnis. 

 

Metro betreibt in 26 Ländern über 770 Großhandelsmärkte. Zum Konzern gehört noch die Supermarktkette Real, sie soll aber in den nächsten Monaten verkauft werden.

 

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