Schlecker-Kinder müssen in Haft

Meike und Lars Schlecker, die Kinder des Drogerieunternehmers Anton Schlecker, müssen die Haftstrafen antreten, zu denen sie das Landgericht Stuttgart verurteilt hatte. Mit ihrer Revision sind sie vor dem Bundesgerichtshof (BGH) gescheitert, wie das Gericht mitteilt. Die Geschwister hatten eine falsche Rechtsanwendung durch das Landgericht und mehrere Verfahrensfehler angeführt.

 

Allerdings hat der BGH nun das Strafmaß reduziert: Lars Schlecker muss nun zwei Monate weniger in Haft verbringen, Meike Schlecker einen Monat weniger. Es bleibt laut Mitteilung jeweils eine Gesamtstrafe von zwei Jahren und sieben Monaten. Zur Begründung für die Änderung hieß es in der Mitteilung, das Landgericht habe die den Angeklagten fehlende Schuldnereigenschaft nicht zu ihren Gunsten bedacht.

 

Beiden Kindern von Anton Schlecker wurden Untreue, Insolvenzverschleppung, vorsätzlicher Bankrott und Beihilfe zu Straftaten ihres Vaters im Zusammenhang mit der Insolvenz vorgeworfen. Die Schlecker-Kinder hatten sich nach Überzeugung des Landgerichts unrechtmäßig Gewinne aus der zum Schlecker-Imperium gehörenden Logistik-Firma LDG ausgezahlt - nur Tage bevor der Konzern in die Insolvenz ging. 

 

Die Drogeriemarkt-Kette Schlecker hatte lange den Markt in Deutschland beherrscht, bis sie 2012 Insolvenz anmeldete. Die Pleite kostete viele Tausende vor allem weibliche Angestellte den Job.

 

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