Real arbeitet an Bündnis gegen Amazon

Die Metro-Tochter Real verzeichnet mit ihrem Onlinemarktplatz real.de rasante Zuwachsraten. Lief über die Plattform im vergangenen Jahr noch ein Umsatz von 380 Millionen Euro, waren es im gerade abgeschlossenen Geschäftsjahr schon 608 Millionen Euro. Ein internationales Bündnis soll nun zusätzliches Wachstum bringen, wie Real mitteilt.

 

Gemeinsam mit Cdiscount aus Frankreich, Eprice aus Italien und Emag aus Rumänien hat Real das International Marketplace Network (IMN) gegründet, dessen Ziel es ist, den Zugang zu 230 Millionen potenziellen Kunden in Europa zu bündeln – und so ein Gegengewicht zu schaffen zu den großen global operierenden Plattformen Amazon und Ebay. „IMN verkörpert die Idee eines grenzenlosen Europas und eines barrierefreien Onlinehandels“, sagt Patrick Müller-Sarmiento, CEO von Real. "Mit IMN können sich Händler aller Größenordnungen unabhängiger vom e-Commerce Giganten Amazon machen, das Risiko mit wenig Aufwand auf verschiedene Kanäle verteilen und nachhaltiger wachsen."

 

Ein Jahr lang haben die vier Marktplätze mit rund 100 Händlern das Projekt getestet, jetzt gehen sie damit in den Regelbetrieb. „Ein großer Vorteil von IMN liegt in der einfachen und schnellen Skalierbarkeit des Konzeptes“, betont Gerald Schönbucher, CEO von real.digital. Emmanuel Grenier, CEO von Cdiscount, sagt: „Das Netzwerk entspricht unserem Wunsch, lokale kleine und mittlere Unternehmen bei der Digitalisierung zu unterstützen. Durch den Zugang zu einem gesamteuropäischen Markt stärken wir unsere Händler und helfen ihnen, ihr Wachstum in den nächsten Jahren zu sichern ohne große Investitionen in Kauf nehmen zu müssen.“

 

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