Alibaba steuert am "Singles Day" auf Rekord zu

Trotz einer sich abschwächenden Konjunktur steuern Chinas Online-Händler am "Singles Day" auf neue Verkaufsrekorde zu. Der chinesische Internet-Gigant Alibaba läutet die größte Rabattschlacht des Jahres am Sonntag mit einer TV-Gala ein. Ab Mitternacht können sich Kunden dann am Montag für 24 Stunden mit Waren mit teils hohen Preisnachlässen eindecken.

 

Alibaba erzielt gleich zum Start einen neuen Umsatzrekord: In der ersten Stunde des "Singles Day" seien 84 Milliarden Yuan erlöst worden, heißt es. Das sind umgerechnet rund 12 Milliarden Dollar und etwa 32 Prozent mehr als vor Jahresfrist, wie der Konzern mitteilt.

 

Ursprünglich galt der 11.11. in China unter Studenten als eine Art Anti-Valentinstag für Alleinstehende, weil das Datum nur aus Einsen besteht. 2009 begann der Online-Händler Alibaba dann damit, aus dem Tag ein Einkaufs-Festival zu machen. Zahlreiche Konkurrenten folgten dem Beispiel. Viele Kunden warten in China auf den "Singles Day" und schieben geplante Großeinkäufe bis dahin auf.

 

Obwohl sich die chinesische Konjunktur abschwächt, gehen Analysten in diesem Jahr von neuen Rekorden aus. Für Alibaba, das im vergangenen Jahr an nur einem Tag Waren im Wert von rund 30 Milliarden US-Dollar verkaufte (etwa 27 Milliarden Euro), wird dieses Mal ein Gesamtumsatz von 37 Milliarden Dollar vorhergesagt. 

 

Chinas Wirtschaft war im dritten Quartal des Jahres auf den niedrigsten Stand seit fast drei Jahrzehnten gefallen. Die zweitgrößte Volkswirtschaft legte nur noch um 6,0 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Als Ursachen nannten Experten den Handelskrieg der USA mit China, die Verunsicherung von Investoren und die chinesischen Bemühungen, gegen die wachsende Verschuldung anzugehen.

 

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