Ikea kauft gebrauchte Möbel zurück

Die 53 Ikea-Möbelhäuser in Deutschland kaufen ab dem 15. Juli gebrauchte Möbel von Kunden zurück und bieten sie in der Fundgrube wieder zum Kauf an. Das teilt das Unternehmen mit. Ein Test sei positiv verlaufen, heißt es.

 

Zu den bisherigen Erfahrungen in den fünf Pilothäusern sagt Christiane Scharnagl, Sustainability Managerin bei Ikea Deutschland: "Unsere Kunden nehmen das Angebot gern an und wir konnten den Service gut in den Ablauf in den beteiligten Einrichtungshäusern integrieren." Dass es einen Markt für gebrauchte Möbel gibt, zeige der Weiterverkauf in der Fundgrube: Die allermeisten Produkte fänden innerhalb von zwei Tagen einen neuen Besitzer. 

 

Mit dem Projekt namens "Zweite Chance" erweitert Ikea das Angebot in der Fundgrube, die seit jeher fester Bestandteil jedes Ikea Einrichtungshauses ist. Allein im Geschäftsjahr 18 fanden hier 3,5 Mio. Produkte zum ermäßigten Preis einen neuen Besitzer, die im regulären Sortiment nicht mehr verkäuflich waren. Dabei handelt es sich nach Unternehmensangaben bisher zu 55 Prozent um umgetauschte Ware, die nicht mehr im Originalzustand ist, und zu 35 Prozent um Ausstellungsstücke.

 

Ikea grenzt sein Rückkauf-Angebot allerdings auf rund 1.000 Artikel aus besonders beliebten Produktgruppen ein. Darunter sind etwa Esstische und Stühle, Kommoden oder Couch- und Beistelltische. Grundsätzlich kommen nur Produkte für den Rückkauf in Frage, die sich in einem einwandfreien bis guten Zustand befinden. Verdienen will Ikea nach eigenen Angaben nichts am Weiterverkauf der Möbel: Sie sollen zum Rückkaufspreis plus Mehrwertsteuer angeboten werden. 

 

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