Wiederkehrende Wechselabsichten

Was macht einen Bestandskunden zum Wechselkäufer? Eine aktuelle Studie ist der Frage nachgegangen, in welchen Produktkategorien deutsche Verbraucher in den letzten zwölf Monaten die Marke gewechselt haben – und aus welchen Gründen.

04.07.2017

© REWE

Laut repräsentativer Umfrage des Cashback-Portals Shoop.de, haben mehr als ein Viertel der Menschen hierzulande (26 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten die Automarke gewechselt. Aber auch bei anderen Produkten wird in Deutschland gerne einmal die Marke getauscht. Ganz vorne liegen hierbei Süßwaren (58 Prozent), Schuhe (57 Prozent), Hosen (55 Prozent) oder auch Lebensmittel (55 Prozent). Und auch bei Wein (53 Prozent) und Fertiggerichten (52 Prozent) probieren die Deutschen gerne mal etwas Neues aus.

Bundesweit wird aber auch bei anderen Getränken gerne einmal die Marke gewechselt  speziell bei Sekt (47 Prozent), Softdrinks (47 Prozent) oder auch Whiskey (44 Prozent). Und selbst beim vermeintlich heiligsten Getränk der Deutschen, dem Bier, haben immerhin 46 Prozent der Verbraucher im vergangenen Jahr zu einer anderen Sorte gegriffen. Dagegen wurde bei Produkten wie Smartphone (30 Prozent) und Tiernahrung (41 Prozent) in den vergangenen zwölf Monaten weniger häufig der Hersteller gewechselt.


Top 10 – Marken, die am häufigsten gewechselt werden
(Erhebungszeitraum: Juni 2016 bis Juni 2017)

1. Süßwaren – 58 Prozent
2. Schuhe – 57 Prozent
3. Hosen – 55 Prozent
4. Lebensmittel – 55 Prozent
5. Wein – 53 Prozent
6. Fertiggerichte – 52 Prozent
7. Sportbekleidung – 49 Prozent
8. Shampoo – 49 Prozent
9. Putz- und Reinigungsmittel – 48 Prozent
10. Sekt – 47 Prozent


Preis und Qualität sind entscheidend
Der wichtigste Grund für einen Markenwechsel ist der Preis. So haben 70 Prozent der Menschen hierzulande schon einmal die Marke getauscht, weil ihr Lieblingsprodukt teurer geworden ist. Für 55 Prozent war eine Verschlechterung in der Qualität ausschlaggebend und knapp jeder zweite Deutsche (49 Prozent) griff auf andere Hersteller zurück, weil es Probleme bei der Verfügbarkeit eines Produktes gab. Dabei scheint vor allem die junge Generation viel Wert auf Qualität und Preis zu legen. So sagen 73 Prozent der 18- bis 29-Jährigen, dass sie wegen gestiegener Kosten in den letzten 12 Monaten die Marke gewechselt haben. Auch in der Altersgruppe der 50- bis 59-Jährigen (73 Prozent) spielt der Preis eine ebenso große Rolle. Ganz ähnlich sieht es auch in punkto Produktqualität aus. Weil sich diese verschlechtert hat, haben immerhin 59 Prozent der 18- bis 29-Jährigen zu einer anderen Marke gegriffen. Nur in der Altersgruppe der 30- bis 39-Jährigen waren es mit 65 Prozent mehr.

Bonus- und Treueprogramme wirken
Darüber hinaus wechseln viele Deutsche die Marke, wenn für das bevorzugte Produkt keine Ersatzteile mehr erhältlich sind (37 Prozent). Auch schlechte Erfahrungen mit dem Kundenservice (35 Prozent) oder fehlende bzw. nicht ausreichende Nachhaltigkeit der Produkte (28 Prozent), unfaire Arbeitsbedingungen (25 Prozent) oder penetrante Werbung (24 Prozent) waren Gründe für einen Wechselkauf. Dagegen sagt immerhin mehr als jeden fünfte Deutsche (21 Prozent), dass er auf eine andere Marke zurückgegriffen hat, weil er beim Lieblingsprodukt keine Treue- oder Bonusprogramme nutzen konnte. Bei den 30- bis 39-Jährigen war dies sogar für 29 Prozent ein Wechselgrund. 

Schlagworte: Studie, Wechselkäufer, Markentreue, Bestandskunden

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