Vor allem Männer kaufen gerne bei Händlern vor Ort ein

Der inhabergeführte Einzelhandel ist in Deutschland grundsätzlich beliebt. Rund drei Viertel der Konsumenten kaufen gerne bei inhabergeführten lokalen Händlern ein – vor allem Männer stehen auf den Einkauf vor Ort.

21.07.2015

Wenn Qualität und Service stimmen, sind die Deutschen dabei durchaus auch bereit, einen höheren Preis in Kauf zu nehmen. Das zeigt eine Untersuchung des Instituts für Handelsforschung Köln (IFH) in Zusammenarbeit mit dem Spitzenverband “Der Mittelstandsverbund”, die die Einstellung deutscher Verbraucher zum lokalen Fachhandel und ihre Erwartungen an lokale Marktplätze in den Blick nimmt.

Persönlich, zuverlässig, kompetent – Stärken deutlich kommunizieren

Insgesamt herrscht in der deutschen Bevölkerung ein positives Bild des lokalen, inhabergeführten Handels. Dieser wird persönlich, zuverlässig und kompetent wahrgenommen. Er ist aus Konsumentensicht wichtig für lebendige Innenstädte und weist eine hohe Serviceorientierung auf. Schwächen sehen die Deutschen in kleineren und beschränkten Sortimenten sowie hohen Preisen.

Die Stärken des inhabergeführten Einzelhandels müssen in einer zunehmenden Wettbewerbssituation aber deutlich kommuniziert werden. Dies haben laut IFH auch die Händler selbst erkannt. So werden aktuell zahlreiche Initiativen gegründet, in denen sich lokale inhabergeführte Einzelhändler gemeinsam engagieren. Ein Beispiel ist die Initiative „Buy Local”.

„Die Studie zeigt, womit stationäre inhabergeführte Betriebe punkten können: mit persönlichem Kundenkontakt, kompetenten Mitarbeitern, Qualität von Ware und Sortiment sowie Einkaufserlebnis“, sagt Dr. Ludwig Veltmann, Hauptgeschäftsführer von Der Mittelstandsverbund.

Fachkompetenz und Service auch online zeigen

Über alle Produktgruppen hinweg spielt eine hohe Produktqualität und die Fachkompetenz des Personals die wichtigste Rolle bei der Händlerwahl. „Die Konsumenten sind mittlerweile mehrheitlich selektive Online-Shopper, die nicht nur mal online, mal offline einkaufen, sondern auch im Kaufprozess die Kanäle wechseln. Um diese Zielgruppe bereits während des Informationsprozesses auf sich aufmerksam machen zu können, ist eine Online-Präsenz auch für den inhabergeführten lokalen Einzelhandel unumgänglich“, betont Bettina Seul, Leiterin Research Experts am IFH Köln.

Auch Cross-Channel-Services gehören demnach ins Angebot lokaler Marktplätze. So wird z. B. die Online-Reservierung von Produkten und Rückmeldung bei Wiederverfügbarkeit von 84 Prozent der Befragten positiv bewertet.

Schlagworte: Inhabergeführt, stationärer Einzelhandel

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