Spitzenmieten im Einzelhandel steigen leicht an

Die Spitzenmieten für Einzelhandelsflächen in den 185 wichtigsten deutschen Einkaufsstädten steigen im zweiten Halbjahr 2015 nur moderat. Im Schnitt erhöhen sich die Preise pro Quadratmeter um ein Prozent.

19.10.2015

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Die Maximilianstraße in München ist immer noch eine der teuersten Einkaufsstraßen in Deutschland - auch was die Mieten angeht.

Das zeigt eine Analyse des Immobiliendienstleisters Jones Lang Lasalle (JLL). In nur noch 22 Prozent der untersuchten Städte erwartet JLL bei der Neuvermietung eines 100-m²-Standardladenlokals höhere Mieten als im zweiten Halbjahr 2014. Rund 60 Prozent der Städte weisen derweil stabile Spitzenmieten auf, während JLL in 18 Prozent der Fälle rückläufige Mietpreise erwartet.

Dirk Wichner, Head of Retail Leasing Germany bei JLL, sieht damit seine frühere Prognose einer Stabilisierung des Mietniveaus bestätigt: „Zuletzt haben wir in unserem Report ‚Expansionsziel Deutschland‘ auf das Auseinanderdriften von Mietpreissteigerungen und der Entwicklung der Einzelhandelsumsätze hingewiesen. Wie erwartet, findet in dieser Hinsicht eine Annäherung statt. Mit Blick auf die Flächennachfrage gehen wir dennoch von einer Jahresend-Rallye aus.” Zahlreiche Einzelhändler hätten ihre Expansionsziele für dieses Jahr noch nicht in vollem Umfang realisiert. Allerdings agierten die Mietinteressenten hierbei überaus vorsichtig und kalkulierten sehr genau.

München ist für Einzelhändler die teuerste Stadt

In den zehn Top-Metropolen werden die Mieten im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014 leicht steigen. Die stärksten Anstiege werden für Berlin (+6,7%), Frankfurt (+3,3%) und Mannheim (+2,9%) prognostiziert. Unabhängig davon bleibt München mit einem konstanten Wert von 360 Euro/m² auf dem ersten Platz des deutschen Mietpreisrankings. Berlin (320 Euro/m²; +20 Euro/m²) und Frankfurt (310 Euro/m²; +10 Euro/m²) komplettieren das Spitzentrio. Dahinter folgt mit Düsseldorf (290 Euro/m²), Hamburg (280 Euro/m²), Köln (255 Euro/m²) und Stuttgart (250 Euro/m²) ein Quartett mit Preisen von mindestens 250 Euro/m². Dahinter rangieren Dortmund (225 Euro/m²), Hannover (200 Euro/m²) und Mannheim (175 Euro/m²).

Je mehr Einwohner, desto höher die Ladenmietpreise

Starke Unterschiede bei den Spitzenmieten zeigen sich erwartungsgemäß bei einer Betrachtung nach der Stadtgröße. Die 15 Städte mit 250.000 bis 500.000 Einwohnern erzielen im Durchschnitt knapp 103 Euro/m² und liegen damit exakt auf dem Niveau des Vorjahres. Hier liegt Mannheim (175 Euro/m²) vor Münster (165 Euro/m²) und Nürnberg (160 Euro/m²). In den rund 50 untersuchten Städten mit 100.000 bis 250.000 Einwohnern liegt die Spitzenmiete bei durchschnittlich 67 Euro/m². Diese Kategorie führt Freiburg (165 Euro/m²), Würzburg (130 Euro/m²) und Mainz (125 Euro/m²). In den 105 Städten mit unter 100.000 Einwohnern werden im Mittel Spitzenmieten von unter 40 Euro/m² erzielt. Gießen (92 Euro/m²), Rosenheim (90 Euro/m²) und Lüneburg (85 Euro/m²) führen hier die Erhebung an.

Stabile Spitzenmieten in Deutschlands Luxusmeilen

Für das 2. Halbjahr 2015 rechnet JLL in den Luxusmeilen Deutschlands durchweg mit konstanten Spitzenmieten. Spitzenreiter ist danach der Berliner Kurfürstendamm mit bis zu 300 Euro/m². Es folgen die Düsseldorfer Königsallee (290 Euro/m²) und die Münchener Maximilianstraße (280 Euro/m²). Die Frankfurter Goethestraße (250 Euro/m²) und der Neue Wall in Hamburg (240 Euro/m²) komplettieren die Top 5.

Schlagworte: Einzelhandel, Spitzenmieten, Mietpreise, Mietpreisranking

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