Mieten steigen nicht mehr

Die Konkurrenz aus dem Internet hinterlässt auch auf dem Mietmarkt ihre Spuren. Laut einer Studie der BNP Paribas Real Estate, die im März erscheint, stagnieren die Mieten für Gewerbeflächen oder gehen sogar leicht zurück.

13.02.2018

© Horacio Villalobos/Corbis via Getty Images

Im Vergleich zum Vorjahr blieb die Spitzenmiete 2017 in etwa 2/3 der von BNP Paribas untersuchten Städte gegenüber dem Vorjahr konstant, bei gut jeder dritten Stadt sankt die Miete sogar um durchschnittlich 8 Prozent.

Den Abschwung bei Mieten verzeichneten besonders B- und C-Lagen. Denn die Spitzenmiete in den Top-Lagen sank lediglich in Köln und Düsseldorf leicht. Zu den teuersten Städten zählen München, Berlin und Frankfurt. Die Spitzenmiete beträgt dort zwischen 300 Euro und 370 Euro pro Quadratmeter.

Neue Konzepte auf dem Vormarsch
Eine ähnliche Entwicklung prognostizieren die Analysten von BNP Paribas Real Estate auch für die kommenden Jahre. Denn Flagship- und Pop-up-Stores erhalten zunehmend Bedeutung, wenn es um die Präsentation der Marke geht. Dafür braucht es kleinere Flächen, für die Mieter aber durchaus bereit sind, höhere Preise zu zahlen. Demnach haben Vermieter in Rand- und B-Lagen es zunehmend schwer, Nachmieter zu finden.

Eine weitere Antwort auf den Konkurrenzdruck aus dem Internet sind kürzere Vertragslaufzeiten. So nimmt laut Studie die Zahl der Drei-Jahres-Verträge mit Option auf Verlängerung zu. Was in Frankreich schon längst üblich ist, wird auch hierzulande immer mehr zum Standard. Auch werden die Store-Konzepte immer kreativer. Im Trend liegen derzeit Retailer, die ein Café oder ein Restaurant in ihren Laden integrieren.

Schlagworte: Mietpreisranking, Spitzenmieten, Ladenmieten, Gewerbeflächen, Vertragslaufzeit

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