Geschmacksfragen

Der Handel bietet ein breites kulinarisches Angebot an. Eine aktuelle Studie hat untersucht, welche Angebote dabei den Geschmack der Shopper am besten treffen – und kommt zu teils überraschenden Ergebnissen.

26.02.2019

© Ikea

Ein Kaffee im Buchhandel, ein Snack beim Möbelhändler oder Live-Cooking im Supermarkt – über 33.000 Verkaufstellen in Deutschland erwirtschaften jährlich einen handelsgastronomischen Bruttoumsatz von gut neun Milliarden Euro. Die Konsumenten freuen sich über das vielfältige Angebot, ziehen aber meist belegte Brötchen trendigen Bowls vor, wie die qualitativen Ergebnisse der Verbraucherbefragung „Der Konsument in der Handelsgastronomie 2019“ des EHI in Kooperation mit der GfK zeigen.

Zwar kennen Kunden trendige Gerichte wie Bowls, Smoothies oder DIY-Food, tatsächlich verzehrt wird aber immer noch Altbekanntes wie belegte Brötchen oder Sandwiches. Das hat vor allem praktische und finanzielle Gründe wie die Dauer oder Nähe kombiniert mit einem guten Preis-Leistungsverhältnis. Insgesamt passt die Handelsgastronomie mit einer großen Auswahl, Flexibilität und der sofortigen Verfügbarkeit ideal zum Zeitgeist sowie zu den Bedürfnissen der Zielgruppen und ist aus dem Alltag der Probanden nicht mehr wegzudenken.

Schnell und sozial

Die Anlässe für Außer-Haus-Verzehr beschreiben die Studienteilnehmer als emotional oder funktional. In erster Linie muss das kulinarische Angebot schmecken und die Atmosphäre sollte ansprechend sein. Außerdem gilt eine Unterbrechung im Alltag wie eine Pause beim Shopping oder im Büro als willkommen. Zum anderen spielen Zeitmangel und Bequemlichkeit eine große Rolle. Ob die Kunden im Geschäft speisen oder das Zubereitete mitnehmen, hängt häufig davon ab, wo sie sich in angenehmerer Gesellschaft befinden und wie viel Zeit zur Verfügung steht.

Die Kunden verbinden gern Essen mit Erledigungen und sie schätzen die Zeitersparnis und Bequemlichkeit in der Gastronomie im Handel. Daneben sind sofortige Verfügbarkeit und große Auswahl vorteilhaft ebenso wie der oftmals günstigere Preis. Allerdings halten Verbraucher die Qualität der Speisen oft für weniger gut und die hygienischen Verhältnisse zum Beispiel in Food-Courts für verbesserungsfähig.

Die Studienvorschau verschafft einen ersten Einblick in die Konsumentensicht auf die Handelsgastronomie. Im Juni 2019 erscheint die vollumfängliche Studie „Der Konsument in der Handelsgastronomie 2019“ inklusiver quantitativer und repräsentativer Ergebnisse, für die zusätzlich 3.000 Haushalte befragt wurden.

Schlagworte: EHI, Handelsgastronomie, Studie

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