Frauen kaufen beim Innenstadtbesuch Kosmetik, Männer Elektronik

Frauen liegen sowohl bei der Zahl der besuchten Geschäfte als auch bei der Aufenthaltsdauer vorn. Insgesamt 33.000 Interviews mit Innenstadtbesuchern hat das Institut für Handelsforschung Köln geführt, um herauszufinden, was Erfolgskriterien für Innenstädte im digitalen Zeitalter sind.

23.10.2015

Zudem sollte ermittelt werden, wie einzelne Städte im Bundesgebiet bei ihren Besuchern unter anderem in den Bereichen Angebot, Sauberkeit und Erlebnis im Vergleich zu anderen Regionen abschneiden. Jetzt starten die Vorbereitungen für die nächste Runde der Befragung im kommenden Jahr. Alle Städte können sich beteiligen.

Befragung bestätigt Shopping-Klischees

Shopping-Muffel Mann versus Intensiv-Shopper Frau? Eine Sonderauswertung der Befragungsergebnisse aus der ersten Erhebung „Vitale Innenstädte“, die das IFH Köln gemeinsam mit den Kooperationspartnern bcsd, HDE, Galeria Kaufhof, zwölf IHKs und vielen weiteren lokalen Partnern durchgeführt hat, zeigt: Auch wenn die geschlechtsspezifischen Unterschiede unter den Innenstadt-Shoppern geringer ausfallen als erwartet, so bestätigen sie doch die gängigen Shopping-Klischees.

Sowohl bei der Anzahl der besuchten Geschäfte als auch bei der Aufenthaltsdauer in den Geschäften liegen die Frauen leicht vorn. So gaben knapp 47 Prozent der weiblichen Innenstadtbesucher an, drei oder mehr Geschäfte zu besuchen. Bei den Männern sind dies nur rund 39 Prozent. Auch hinsichtlich der Warengruppen offenbart die Befragung gängige Vorlieben: Während rund 41 Prozent der Frauen angaben, Bekleidung gekauft zu haben oder einen Kauf zu planen, waren es bei den Männern nur knapp 30 Prozent. Mit rund 31 Prozent kauften auch wesentlich mehr Frauen Artikel aus dem Bereich Kosmetik/Drogerie ein (Männer: 18 %). Umgekehrt gaben deutlich mehr Männer als Frauen an, die Stadt für den Kauf von Multimedia- und Elektronikprodukten aufzusuchen. Sie sind sie es auch, die Angebote aus dem Elektronikbereich in den Innenstädten vermissen.

Fortsetzung der Studie im kommenden Jahr

Die größte Innenstadtstudie Deutschlands wird 2016 wiederholt. Schon jetzt laufen die Vorbereitungen. Alle Städte können sich an der Innenstadtbefragung beteiligen. Die Teilnehmer erhalten ein umfassendes Auswertungspaket zu Besucherstruktur und Besucherverhalten in ihrer Stadt. Auf dieser Grundlage werden pro Stadt individuelle Stärken-/Schwächenprofile abgeleitet und Benchmark-Vergleiche mit den erfolgreichsten Städten zur Verfügung gestellt. Die Untersuchung stellt somit einen wertvolles Basiswissen für strategische Entscheidungen vor dem Hintergrund des Strukturwandels zur Verfügung.

Zur Untersuchung

Wie sieht die Zukunft der deutschen Innenstädte aus und was wünschen sich Innenstadtbesucher von ihren Stadtzentren? Diese Fragen liegen der bundesweit angelegten Untersuchung „Vitale Innenstädte“ zugrunde, die das IFH Köln gemeinsam mit den Kooperationspartnern bcsd, HDE, Galeria Kaufhof, zwölf IHKs und vielen weiteren lokalen Partnern durchgeführt hat. In über 60 deutschen Städten aller Größen und Regionen wurden zeitgleich Innenstadtbesucher zu ihren Einkaufsgewohnheiten und die Attraktivität der Innenstadt befragt. Die Datenerhebung erfolgte an zwei ausgewählten Tagen (Donnerstag und Samstag) im September 2014 anhand eines einheitlichen Fragebogens.

Schlagworte: IFH

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