Online-Bezahldienste weit verbreitet

Online-Bezahldienste und Onlinebanking sind in Deutschland beliebt. Vor allem junge Menschen nutzen alternative Zahlmethoden, zeigt eine repräsentative Umfrage des Softwareentwicklers ti&m. Weniger verbreitet sind Mobile Payment oder Kryptowährungen.

29.05.2018

© Tyler Olson/ stock.adobe.com

Im Auftrag des Schweizer Unternehmens befragte das Meinungsforschungsinstitut GfK rund 1.000 Menschen in Deutschland im Alter von 15 bis 75 Jahren. Demnach nutzen 81 Prozent der Deutschen Onlinebanking, mit 80 Prozent fast ebenso viele Online-Bezahldienste.

Auch in der ältesten Gruppe, den 50- bis 74-Jährigen, sind die Online-Angebote im Banking- und Payment-Bereich beliebt. So erledigen etwa drei Viertel dieser Altersgruppe ihre Bankgeschäfte online. Die Befragten gaben an, dass Onlinebanking ihren Alltag sehr vereinfache. Auf einer Bewertungsskala von 0 bis 5 konnten sie bewerten, ob die jeweiligen Applikationen und Dienstleistungen ihren Alltag subjektiv vereinfachen. 4,5 von 5 Punkten gaben die 50- bis 74-Jährigen dem Online-Banking.

Junge Menschen zahlen lieber digital
Bei den Online-Bezahldiensten sind Unterschiede in der Nutzung zwischen den Generationen deutlicher. 83 Prozent der 15- bis 29-Jährigen zahlen über Onlinedienste wie PayPal oder Amazon Pay. Doch nutzt immerhin mehr als jeder Zweite aus der Gruppe 50 plus diese Angebote. Einig sind sich die Deutschen zudem darin, dass bei Online-Bezahldiensten Verbesserungsbedarf besteht. Sie bewerten die Angebote auf einer Skala von 0 bis 5 lediglich mit 3,6 Punkten.

Abgeschlagen in der Gunst der Nutzer ist mit weniger als einem Drittel Mobile Payment. Nur wenig beliebter mit 38 Prozent das Mobile-Banking. Immerhin bewerten die Studienteilnehmer Mobile-Banking als vorteilhaft im Alltag (4,0 von 5 Punkte).

Ähnlich wie im Bereich der Online-Bezahldienste sind auch mobiles Bezahlen und Mobile-Banking bei der jungen Zielgruppe weiter verbreitet als bei älteren Menschen. 61 Prozent der 15- bis 29-Jährigen nutzen Mobile Banking und knapp die Hälfte mobiles Bezahlen.

Luft nach oben
Angebote für Personal Finance Management und Kryptowährungen bilden das Schlusslicht, sowohl in der Nutzung als auch in der Vereinfachung für den Alltag: Personal Finance Management nutzen 21 Prozent, Kryptowährungen lediglich 13 Prozent. In Bezug auf die Vereinfachung im Alltag bekommt das Personal Finance Management 3,7 Punkte von den Befragten, Kryptowährungen hingegen nur 3,4 Punkte.

„Die Studie hat gezeigt, dass es in Deutschland weiterhin Handlungsbedarf in Sachen Digitalisierung und Customer Experience gibt“, resümiert Markus Nigg, COO von ti&m. „Die Akzeptanz ist da, auch in älteren Zielgruppen. Der innovative Einsatz neuer Technologien vereinfacht jedermanns Leben. Allerdings können nur die benutzerfreundlichen Umsetzungen wirklich herausstechen.“

Schlagworte: mobile Payment, Payment, Studie, Zahlungsdienstleister, Onlinebanking

Kommentare

Ihr Kommentar